Der Dritte im Bunde. Skoda Österreich auf Wolke sieben: Im Marken-Ranking Zweiter, bei den Modellen liegt der Octavia sogar an erster Stelle. Und jetzt ist mit dem Kamiq ein äußerst interessanter SUV im Anrollen. Ein zukünftiger Eckpfeiler der Marke Skoda.

Von Thomas Vogelleitner. Erstellt am 04. September 2019 (05:10)
Skoda
Motorhaube und Kühlergrill sind typisch Skoda, die Scheinwerfer mit den extra schmalen Tagfahrlichtern (derzeit trendy) sind dagegen neu. Weitere Premiere beim Kamiq: Er ist der erste Skoda mit dynamischen Blinkern vorne und hinten. Mit der Bodenfreiheit von rund 19 Zentimetern geht schon einiges, aber ein Offroader ist er nicht (Allrad nicht erhältlich, dafür ein Unterbodenschutz).

Das Trio ist komplett. Nach Kodiaq und Karoq startet in Kürze der Kamiq, der kleinste Skoda-SUV. Wenngleich: Klein ist der Kamiq nicht gerade – mit 4,24 Metern übertrifft er seine Konzernbrüder Seat Arona und VW T-Cross klar, um jeweils rund zehn Zentimeter.

Dementsprechend präsentiert sich das Platzangebot. Die fleißigen Tschechen betonen, dass der Kamiq im Fond bezüglich Kopf-, Ellbogen- und Kniefreiheit neue Maßstäbe im boomenden Segment der City-SUVs setzt. Ausprobiert – und wir können dieses luftige Gefühl nur bestätigen. Der Kofferraum fasst übrigens mindestens 400 Liter, maximal sind 1.395 Liter möglich. Und die auf Wunsch umklappbare Beifahrersitzlehne ermöglicht den Transport sperriger Gegenstände von bis zu 2,45 Metern Länge. Unbedingt erwähnt werden muss die angenehm hohe Qualität im Innenraum. Hartplastik – Fehlanzeige, hier ist Premium angesagt.

Infotainment und Konnektivität sind state of the art (Infotainmentsystem Amundsen mit größtem Display, 9,2 Zoll, der Klasse; mit „Okay, Laura“ wird die als Extra erhältliche Sprachsteuerung aktiviert).

Bei Testfahrten zwischen Basel und Straßburg konnten wir den 115 PS starken Benziner ausgiebig probieren – einmal mit Schaltgetriebe, einmal mit Doppelkupplungsgetriebe. Beide Varianten überzeugten. Jeweils eine harmonische Sache, jeweils gut gedämmt. Den Dreizylindersound hörte man zwar, er war aber nie störend. Der Erdgas-Kamiq mit 90 PS stand leider nicht zum Fahren bereit – der erste Skoda-SUV, der mit CNG betrieben wird.

Wie fährt sich der Wagen? Agil, sehr gutes Kurvenverhalten, eher hart abgestimmt, trotzdem ausreichend komfortabel. Skoda hat für seinen ersten City-SUV auf Basis der MQB-A0-Plattform des VW-Konzerns ein neues Fahrwerk entwickelt. Auf Wunsch gibt es ein Sport-Normal-Fahrwerk (das heißt: mit zwei unterschiedlichen Fahrwerksabstimmungen).

Selbstverständlich hat der neue Tscheche viele Simply-Clever-Goodies (serienmäßig bzw. optional). Hervorzuheben ist hier der automatisch ausklappbare Türkantenschutz (das hat bei den kleinen SUVs sonst niemand). Oder die elektrische Heckklappe. Oder die schwenkbare Anhängerkupplung mit elektrischer Entriegelung.