Wenn Erfolg verpflichtet. Bestseller Qashqai wurde gezielt überarbeitet – fit gemacht für die immer größer werdende Konkurrenz.

Von Peter Urbanek. Erstellt am 27. Juni 2017 (04:28)
Nissan
Der überarbeitete Qashqai präsentiert sich in einemneuen zeitgenössischen Stil, den Nissan „Premium Dynamism“ nennt. Herzstück der neugestalteten Frontpartie ist die jüngste Interpretation des V-förmigen Kühlergrills. Wir meinen: Schaut gut aus!

Seinen Platz in den automobilen Geschichtsbüchern hat der Qashqai schon längst. Er legte den Grundstein für das Segment der kompakten Crossover-SUV und führt es bis heute an, und das, obwohl inzwischen mehr als 20 Mitbewerber um die Gunst der Kunden buhlen. Der Qashqai ist nicht nur das erfolgreichste Modell seines Segments, sondern in der gesamten 83-jährigen Geschichte von Nissan auch das erfolgreichste Modell in Europa. Seit der Einführung der ersten Generation 2007 haben die Japaner rund 2,3 Millionen Einheiten verkauft. Und in dieser Zeit hat der Wagen mehr als 80 Auszeichnungen gewonnen.

Erfolg macht stark – und verpflichtet! Jetzt erhielt die zweite Generation ein gezieltes Update. Den Anstoß für die Änderungen lieferte das Feedback aktueller Qashqai-Kunden – sie wissen am besten, was man noch besser machen kann.

„Der Qashqai ist ein absolutes Phänomen. Er hat uns an die Spitze des Segments katapultiert und wird diese Führungsposition auch in Zukunft verteidigen!“ Elisabeth Schaljo, Pressesprecherin Nissan Österreich

Radaufhängung, Dämpfung und Lenkung wurden überarbeitet – diese Maßnahmen sollen das Handling verbessern und das Fahren gleichzeitig komfortabler machen. Wir finden: Gelungen! Zusätzlich arbeiten die Japaner am teilautonomen Fahren („ProPILOT“): Ab dem Frühjahr 2018 soll der Qashqai im Stau oder bei langsamer Fahrt selbst lenken, bremsen und beschleunigen.

Unverändert bleibt das Motorenangebot: Zwei Benziner (115, 163 PS) und zwei Diesel (110, 130 PS, ab 3,8 Liter pro 100 Kilometer bzw. ab 99 Gramm CO 2 pro Kilometer) werden zur Auswahl stehen. Automatikgetriebe und Allradantrieb sind weiterhin im Programm.

Besonderes Augenmerk richtete Nissan auf die Aufwertung des Innenraums. So kommt ein kleineres Lenkrad zum Einsatz (das unten abgeflachte Lenkrad aus dem aktuellen Micra), der Fahrer hat damit mehr Sicht auf die Instrumente. Viele Updates im Detail sorgen zudem für eine höhere Qualitätsanmutung – siehe Lüftungsdüsen oder Türgriffe. Das Infotainment hat eine neue (bessere) Bedienoberfläche bekommen. Allerdings fehlen Connectivity-Highlights wie Apple CarPlay, die bereits im Micra sind. Der Qashqai soll aber nachziehen. Ab der Ausstattungslinie N-Connecta sind komplett neue Sitze im Monoform-Design im Einsatz – von uns ausgiebig getestet und mit „Top-Komfort“ beurteilt! Merkt man nach wenigen Metern: Der angenehm niedrige Geräuschpegel im Innenraum, da haben die Japaner bei der Dämmung noch einmal nachgelegt. Neu im Ausstattungsprogramm ist die Topversion Tekna+: Sie bietet erstmals bei einem Nissan-Modell in Europa Sitze mit hochwertigem Nappaleder und luxuriös gesteppten Flächen (standardmäßig in Schwarz, optional in Deep Violet).

Die dritte Qashqai-Generation kommt übrigens frühestens Ende 2018, Anfang 2019.