So gut wissen Pkw-Fahrer über Assistenzsysteme Bescheid. Kürzlich hat der Mobilitätsclub mit einem Online-Quiz abgefragt, wie gut die Website-Besucher über Assistenzsysteme im Auto Bescheid wissen. Das Ergebnis: Von rund 1.930 Teilnehmern, die das Quiz beendet haben, konnte jeder zumindest eine der zehn Fragen beantworten.

Von Redaktion noen.at. Update am 26. Juli 2019 (10:57)
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Fast 60 Prozent schafften acht oder mehr richtige Antworten, 13 Prozent hatten "zehn Richtige". "Auch wenn ein solches Quiz keine repräsentative Umfrage ist, hat sich gezeigt, dass mehr als die Hälfte der 1.930 Teilnehmer sehr gut wissen, was sie an Assistenten im Auto haben und was diese Systeme in der Praxis tun", erklärt ÖAMTC-Techniker Friedrich Eppel.

Aus Sicht des Mobilitätsclubs ist eine breite Akzeptanz von Fahrerassistenten ein wichtiger Schritt in Richtung mehr Verkehrssicherheit. "ÖAMTC-Tests haben vielfach gezeigt, dass die Ausstattung mit modernen Sicherheitssystemen viel zu einer Reduzierung der Unfallzahlen beitragen kann. Und auch wenn nicht jeder Assistent einen Crash verhindern kann, wird häufig zumindest die Unfallschwere gemildert", weiß der ÖAMTC-Experte.

Und das nicht nur für die Personen im Fahrzeug – insbesondere automatische Notbremsassistenten mit Fußgänger- und Radfahrererkennung schützen auch diese Verkehrsteilnehmer. Gleiches gilt für die Abbiegeassistenten, die die Gefahr des "Toten Winkels" speziell bei Bussen und Lkw deutlich verringern. Daher ist der ÖAMTC auch überzeugt, dass die EU-Verordnung (General Vehicle Safety Regulation), in der unter anderem festgelegt ist, mit welchen Assistenzsystemen Fahrzeuge künftig verpflichtend ausgestattet sein müssen, ein Schritt in die richtige Richtung ist.

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Aber auch wenn das ÖAMTC-Quiz zeigt, dass mehrheitlich bekannt ist, welche Systeme es gibt und was sie können, bleibt noch einiges zu tun. "Einerseits ist die Aufklärungsarbeit weiterhin wichtig – nicht nur, um die Akzeptanz allgemein zu steigern, sondern auch um das Bewusstsein zu schaffen, dass man sich keinesfalls blind auf seine Helferlein im Auto verlassen darf", hält Eppel fest.

Andererseits sieht der ÖAMTC-Experte die Hersteller in der Pflicht, ihre Systeme so zuverlässig als möglich zu machen. Fehlauslösungen können im schlimmsten Fall zu Unfällen führen oder die Akzeptanz der Systeme verringern, das muss unbedingt vermieden werden – auch als wichtiger Schritt in Richtung automatisiertes Fahren. "Das Crashtest-Programm EuroNCAP wird übrigens auch in Hinblick auf Assistenzsysteme ständig erweitert, angepasst und verschärft. Dass das wirkt, zeigt sich daran, dass die Serienausstattung mit Fahrerassistenten in allen Fahrzeugklassen in den vergangenen Jahren deutlich zugenommen hat", sagt der ÖAMTC-Techniker.

Ein wichtiger Punkt betrifft die Datensicherheit. "Die Systeme werden intelligenter und vernetzter. Im Sinne der Verkehrssicherheit ist das zu begrüßen – allerdings darf das Auto dadurch keinesfalls zur Datenkrake werden. Für den ÖAMTC ist klar, dass über die Verwendung von im Kfz erzeugten und eventuell gespeicherten Daten einzig der Fahrzeughalter entscheiden darf", stellt Eppel klar. Neben den Fragen zur Datenhoheit ist auch der Schutz vor Hackern und Datendiebstahl ein Thema, das für den ÖAMTC in diversen Arbeitsgruppen im Fokus steht.

Wer sich am ÖAMTC-Quiz zu den Fahrerassistenzsystemen versuchen möchte, kann das nach wie vor unter https://www.oeamtc.at/thema/autokauf/quiz-fahrerassistenzsysteme-fuer-pkw-31213945 machen.