330 Kilometer emissionsfrei. Noch vor seiner Weltpremiere auf der IAA Frankfurt gastierte der neue Opel Corsa, die sechste Generation, in Österreich. Die NÖN war live dabei!

Von Beatrix Keckeis-Hiller. Erstellt am 28. August 2019 (04:32)

Großer Bahnhof in Wien-Aspern, im Motoren- und Getriebewerk von Opel: Zu Gast ist der neue Corsa. Vor seiner Weltpremiere auf dem Autosalon in Frankfurt (12. bis 22. September) steht er zum ersten Kennenlernen und Probesitzen im Foyer des 1982 (in der Kreisky-Ära) eröffneten Industriebetriebs. Das Produktionswerk ist eng mit dem Bestseller der Blitzmarke verbunden, es lieferte (nicht nur für den Corsa) die Antriebsstränge.

Jetzt steht das Säulenmodell mit 23 Prozent Anteil am gesamten Modellportfolio vor dem Sprung in die sechste Generation. Gestartet ist er 1982, als Corsa A, mit einer Außenlänge von knapp mehr als 3,6 Metern. Seither wurde er 13,6 Millionen Mal verkauft. Die gerade auslaufende E-Reihe misst eine Idee mehr als vier Meter. Daran ändert sich in der F-Generation kaum etwas. Und doch ist alles anders!

Technisch steckt hinter dem außen wie innen nach aktueller Opel-Manier sportlich gestylten Neuen mehr als nur eine Blutauffrischung. Er steht auf der CMP-Plattform (Common Modular Platform) für Klein- und Kompaktwagen der für Opel noch neuen Konzernmutter PSA, die für Verbrenner- und Elektro- respektive elektrifizierte Antriebe konzipiert ist. Er ist nunmehr ausschließlich fünftürig.

„Opel hat mit dem Corsa die populärste Baureihe der Marke gewählt, um die Elektromobilität endgültig von ihrem Nischendasein zu befreien!“ Lukas Hasselberg, Pressesprecher Opel Austria

Dennoch ist er um bis zu 108 Kilogramm leichter als der Vorgänger. Das Einstiegsmodell wiegt knapp unter 1.000 Kilogramm. Das liegt nicht alleine an der Leichtbauweise, sondern auch an den kleinvolumigen Antrieben. Die sind, wie bei den ebenfalls neuen Brüdern von Peugeot (208) und DS Automobiles (DS3 Crossback) kleinvolumig gehalten: Das Offert an Verbrennermotoren besteht aus einem 1,2-Liter-Benziner mit 75, 100 und 130 PS sowie einem 1,5-Liter-Diesel mit 102 PS. Die Getriebe: manuelle Fünf- und Sechs-Gang-Schaltungen sowie eine achtstufige Wandlerautomatik.

Lichtgestalt des Generationswechsels jedoch ist der Corsa-e, abgesehen vom nicht in Österreich gelandeten Ampera-e der erste Vollelektriker der Marke. Der Batterietriebling hat 136 PS (und 260 Newtonmeter). Das zweiteilig konstruierte Stromreservoir (es ist Schwerpunkt senkend und Platz sparend unter den Sitzen im Fahrzeugboden positioniert) mit 50 Kilowattstunden Kapazität soll eine Reichweite von bis zu 330 Kilometern ermöglichen (laut WLTP). Der Corsa-e hat eine feste Getriebeübersetzung.

Weitere elektrifizierte Modelle sind schon in der Opel-Pipeline: Grandland X Hybrid4 (2019), Vivaro (2020), Mokka-X-Nachfolger (2020, Zafira Life (2021) …