Eine "French Connection": Opel Grandland X . General Motors hat Opel an den PSA-Konzern verkauft. Schon vor dem Deal wurde der Grandland X entwickelt – der Kompakt-SUV ist der „Bruder“ vom Peugeot 3008.

Von Thomas Vogelleitner. Erstellt am 03. Oktober 2017 (01:51)
Dieser Artikel ist älter als ein Jahr
Erfolg vor-programmiert: Opels neuer Grandland X.Am Puls der automobilen Zeit! Feine Goodies: adaptiver Tempomat mit Fußgängererkennung und automatischer Gefahrenbremsung, automa-tischer Park-assistent, 360-Grad-Kamera …
NOEN, Opel

3008 – da war doch was? Ja, genau: Der Peugeot wurde von Europas Motorjournalisten zum „Auto des Jahres 2017“ gewählt! Jetzt ist der Grandland X im Anrollen – er teilt sich mit dem französischen Erfolgslöwen unter anderem die Plattform, und die zwei vorerst erhältlichen Motoren kommen aus dem PSA-Konzernregal.

Opel Grandland X passt perfekt in die aktuelle Autolandschaft

Opels dritter X passt haarscharf in die aktuelle Autolandschaft: SUVs sind gefragte Autos – und das wird sich sicher nicht so schnell ändern. Alexander Struckl, Geschäftsführer von Opel Österreich kommt beim Grandland X kräftig ins Schwärmen: „Der Newcomer ist ein echter Angreifer im boomenden SUV-Segment!“

Der Grandland X ist um rund 200 Millimeter länger als der Mokka X und der Crossland X. Konkret kommt der Fünftürer auf eine Länge von 4.477 Millimeter (1.856 Millimeter breit und 1.609 Millimeter hoch). Diese Abmessungen bedeuten: Platz ist vorne wie hinten genug vorhanden, das Kofferraumvolumen wird mit 514 bis 1.652 Liter angegeben. Bleiben wir gleich beim Innenraum: Das extrem kleine Lenkrad vom 3008 wurde nicht übernommen (leider oder zum Glück, darüber könnte man lange diskutieren) – stattdessen herrscht (deutsche) Klarheit.

Besonders stolz sind die Rüsselsheimer auf die optionalen Sitze, die mit der „Aktion Gesunder Rücken“ entwickelt wurden. Und – der nächste Winter kommt bestimmt: Eine Lenkradheizung ist ebenso im Programm wie eine Sitzheizung, vorne und hinten, sowie eine Frontscheibenheizung. Und das Exterieur? Hat eine athletische Ausstrahlung. Weiche Formen und scharfe Kanten fügen sich zu einem ansprechenden Ganzen zusammen. Das Design gefällt uns – irgendwie muss ein Opel-SUV genau so aussehen. Was anderes haben wir eh nicht erwartet … Hoher Will-ich-haben-Faktor!

Unter der Motorhaube? Gestartet wird mit einem 1,2-Liter-Turbobenziner mit 130 PS (Dreizylinder, ab 5,1 Liter pro 100 Kilometer) und einem 1,6-Liter-Turbodiesel mit 120 PS (Vierzylinder, ab 4,0 Liter pro 100 Kilometer). Die französischen Motoren tun dem mindestens 1.350 Kilogramm schweren Opel gut – man fühlt sich nie untermotorisiert. Weitere Aggregate werden folgen – für 2018 ist ein 180-PS-Diesel geplant, eine Plug-in-Hybridversion wird ebenfalls kommen.

Kein Allrad im Grandland

Lassen Sie sich vom X im Namen nicht täuschen: Allradantrieb gibt es nicht, dafür ist auf Wunsch die von Peugeot bekannte GripControl (heißt bei Opel IntelliGrip) zu haben, eine elektronisch gesteuerte Sperre für den Frontantrieb, die die Traktion auf glattem Untergrund verbessert (sollte bei uns in Ostösterreich reichen). Und wie fährt sich der Grandland X überhaupt? Das Fahrwerk glänzt mit einer soften und schlaglochgeprüften Abstimmung.