Der neue Opel Insignia Sports Tourer. Die neue Mittelklasse aus Rüsselsheim, der Insignia Generation Nummer 2, hat das Zeug, die Oberklasse zu ärgern. Erste Ausfahrt mit dem Sports Tourer.

Von Thomas Vogelleitner. Erstellt am 27. Juni 2017 (09:07)
NOEN, Opel
Emotionaler Eyecatcher: neuer Insignia Sports Tourer im Monza-Concept-Gewand. Hinterlässt rundum einenselbstbewussten und eleganten Eindruck. Und: Als erster Volumenhersteller bietet Opel freie Karosseriefarbwahl– „Opel Exclusive“ demokratisiert die Individualisierung.

Die erste Insignia-Generation (in Europa „Auto des Jahres 2009“) war mit mehr als 930.000 verkauften Exemplaren äußerst erfolgreich. Jetzt ist die zweite Generation da! Wir haben uns den Kombi, den Sports Tourer, näher angesehen.

Erster Eindruck: Wow, der ist aber lang! 4,99 Meter, um genau zu sein (Vorgänger: 4,91). Zum Vergleich: Mercedes-Benz E-Klasse T-Modell 4,93 Meter, VW Passat Variant 4,77 Meter. „Der Insignia Sports Tourer ist unser neues Flaggschiff, pardon, unser neues Raumschiff …“, schwärmen die Rüsselsheimer. Das Platzangebot für Fahrer und Mitfahrer ist mehr als okay, da fühlen sich auch Großgewachsene wohl (im Fond stoßen auch 1,95-Meter-Menschen nicht mit dem Kopf an den Dachhimmel). Absolut reisetauglich das Kof-ferraumvolumen: Mit aufgestellter Rücksitzbank fasst das Gepäckabteil 560 Liter, umgeklappt finden bis zu 1.665 Liter Platz (das sind um 130 Liter mehr als beim Vorgänger). Ebenfalls nicht ohne: die maximale Laderaumlänge – 2.005 Millimeter. Ein sinnvolles Gimmick ist die elektrische Klappe, die sich per Fußsensor öffnen (und schließen) lässt. Nettes Detail: Ein auf den Boden projizierter Insignia Sports Tourer zeigt den richtigen Kickbereich an. Ausprobiert – und hat sofort funktioniert.

 „Dieses Auto ist für Opel ein weiterer wichtiger Schritt in die richtige Richtung!“ Josef Ulrich, Pressesprecher Opel Österreich 

Der Opel-Kombi ist größenmäßig spürbar gewachsen, beim Gewicht hat er ordentlich abgespeckt – um bis zu 200 Kilogramm (je nach Antrieb und Ausstattung). Dies wurde in erster Linie durch Leichtbaumaterialien sowie ein effizientes Packaging erreicht und sorgt gemeinsam mit der tieferen Sitzposition des Fahrers dafür, dass der Neue nun spürbar an Dynamik gewonnen hat. So agil war bislang noch kein großer Kombi mit dem Blitz unterwegs!

Die Motoren? Gestartet wird mit drei Benzinern (140, 165, 260 PS) und einem Diesel (170 PS), weitere Motoren werden folgen – unter anderem ein 136- PS-Selbstzünder. Auch eine OPC-Variante mit rund 400 PS ist in der Pipeline. Allradantrieb? Ja, gibt es – serienmäßig beim 260-PS-Benziner, op-tional beim 170-PS-Diesel. Der Allrad mit Torque Vectoring ist eine clevere Sache. Zwei elek-trisch gesteuerte Lamellenkupplungen ersetzen das Hinterachsdifferenzial und stellen eine präzisere, individuellere Kraftübertragung an jedes Rad sicher. In Kurven wird beispielsweise zusätzliches Drehmoment an das äußere Hinterrad geleitet, sodass der Wagen überaus präzise einlenkt und eventuellem Untersteuern entgegenwirkt. Das System reagiert in Sekundenbruchteilen beim Tritt auf das Gaspedal, so bleibt der Opel für den Fahrer stabiler und in jeder Situation einfacher lenkbar.

In Sekundenbruchteilen arbeiten auch die vielen netten Helferleins. Siehe Head-up-Display, siehe 360-Grad-Kamera, siehe adaptiver Tempomat, siehe aktiver Spurhalteassistent mit automatischer Lenkkorrektur, siehe Rückfahrassistent …

Highlight im wahrsten Sinne des Wortes ist die zweite Generation des adaptiven Intelli-Lux-LED-Matrix-Lichts, das nun mit 32 LED Segmenten (doppelt so viele wie im Astra) die diversen Lichtfunktionen übernimmt. Müssen auch erwähnt werden: die angenehmen AGR (Aktion Gesunder Rücken)-Vordersitze. Und (der nächste Winter kommt bestimmt) erstmals gibt es beim Insignia die Möglichkeit, die beiden äußeren Fondplätze mit Sitzheizung zu bestellen. Die Konnektivität ist natürlich 1a. Mit an Bord ist der Online- und Service-Assistent Opel OnStar, der jetzt auch beim Hotelreservieren (booking.com) und beim Parkplatzsuchen mithilft.