Frischzellenkur für Bestseller. Erfolg macht stark, Erfolg verpflichtet aber auch! Die Spanier haben den Ateca gezielt überarbeitet – die beeindruckende Erfolgsgeschichte geht somit weiter.

Von Thomas Vogelleitner. Erstellt am 24. Juni 2020 (05:01)
„Evolutionäres Design mit emotionalerer Designsprache“, so schreiben die Seat-Leute in ihrer Presseaussendungüber den neuen Ateca. Der Kompakt-SUV bekommt das aktuelle Seat-Design – und schaut jetzt noch besser aus.Aufgrund der neuen Schürzen legte er in der Länge um 18 Millimeter zu (auf 4.381 Millimeter).
Seat

2016 wagte Seat seinen ersten Vorstoß ins SUV-Segment: Der Ateca kam auf den Markt – und bis dato wurde er insgesamt über 300.000 Mal verkauft. Jetzt hat man ihn für die zweite Lebenshälfte fit gemacht.

Optisch präsentiert sich der neue Ateca frischer, emotionaler und selbstbewusster – es handelt sich dabei um keine Revolution, sondern um eine Evolution. Neu ist die Ausstattungslinie Xperience (siehe Bild), sie ist nach Reference, Style und FR die vierte Ausstattungslinie – und „sie verleiht dem Wagen eine deutliche Offroad-Betonung“, unterstreichen die Designer aus Spanien. Der Fünftürer wird übrigens nicht auf der iberischen Halbinsel produziert, sondern in Tschechien, konkret in Kvasiny.

Neue Türenverkleidung, neue Sitzpolsterung, neue Ziernähte – der neue Innenraum präsentiert sich eleganter und hochwertiger. Ein Highlight ist natürlich auch das neue Virtual Cockpit. Das Top-Infotainment kommt mit einem Navigationssystem und unterstützt Apple CarPlay sowie Android Auto. Die Sprachsteuerung wird mit „Hola, Hola“ aktiviert. Cool die SeatConnect-App: Sie zeigt an, wo das Auto geparkt ist, ob das Licht noch an ist, meldet Diebstahlversuche und kann auch als Schlüssel genutzt werden. Ideal für kalte Tage: die Lenkradheizung und die Windschutzscheibe mit ClimaCoat-Beschichtung (damit soll sich die Scheibe in zwei bis drei Minuten enteisen lassen).

Sicher und intelligent

Seat bezeichnet den neuen Ateca als „einen der sichersten und intelligentesten Kompakt-SUVs am Markt“. Eine feine Sache ist der aktive Abstandsassistent, der per GPS und eingebauten Kameras die Geschwindigkeit anpasst. Zusammen mit dem Spurhalteassistent füttert er auch den sogenannten Travel Assist, der bis 210 km/h teilautonomes Fahren ermöglichen soll (die Hände müssen dabei immer am Steuer bleiben).

Bei den Dieselmotoren hat Seat das 1,6-Liter-Aggregat gestrichen, stattdessen gibt es jetzt ausschließlich einen 2,0-Liter mit SCR-Kat und doppelter AdBlue-Einspritzung (im Mittelpunkt stand „die maximale Effizienz“, die strenge Euro 6d wird erfüllt), 115 und 150 PS stark. Der Topbenziner verfügt über 190 PS, Doppelkupplungsgetriebe und Allradantrieb sind serienmäßig. Ein neuer Cupra Ateca (wieder mit 300 PS) wird mit Sicherheit demnächst folgen (noch heuer). Kein Thema: Hy-brid bzw. Plug-in-Hybrid.