Eine Spanische Erfolgsstory. Name verpflichtet! Mit weltweit mehr als 5,4 Millionen Einheiten seit 1984 hat sich der Ibiza zum Verkaufsschlager etabliert – im Juni kommt die fünfte Generation.

Von Franz Farkas. Erstellt am 09. Mai 2017 (05:13)
Seat
Nach dem Ateca und dem Leonist der Ibiza (Bild) das dritte neue Modell in der größten Produktoffensive, die jemals von Seat durch-geführt wurde. Weitere Modellefolgen, wie der kleine SUV Arona. Die Frontpartie des neuen Ibizaerinnert stark an den kompakten Bruder Leon, cool die Lichtsignatur, die Voll-LED-Scheinwerfer sind einzigartig in der Kleinwagenklasse.Interessant: Der Ibiza-Kundeist durchschnittlich 42 Jahrealt – und der Neuwagenkäuferin Österreich 52 Jahre …

Seat ist ordentlich auf der Überholspur, im Vorjahr konnte man einen respektablen Gewinn einfahren. Modelle wie etwa der Ateca, auf den man mittlerweile fast ein Jahr warten muss (!), haben einen großen Teil zum Erfolg beigetragen. Der könnte mit dem neuen Ibiza prolongiert werden. Falsch! Der wird mit dem neuen Ibiza prolongiert, sind wir uns sicher.

Der Ibizia Generation Nummer 5 steht als erstes Modell auf der Modularplattform MQB A0, auf dem auch der neue VW Polo (kommt demnächst) gefertigt wird. Ist dem Trend der Zeit folgend etwas breiter (plus 87 Millimeter), aber nicht länger geworden (sogar um zwei Millimeter kürzer). Dafür wurde der Radstand verlängert (plus 95 Millimeter), was dem Innenraum zugute kommt. Vorne wie hinten ist das Platzangebot für einen Kleinwagen (den neuen Ibiza gibt es ausschließlich als Fünftürer, 4.059 Millimeter lang) ausgezeichnet, der Kofferraum schafft mindestens 355 Liter (plus 63 Liter – übrigens der größte Kofferraum seiner Klasse). Der Innenraum kann sich auch optisch mehr als sehen lassen – das Design ist glatt und gefällig. Dazu gibt es jede Menge an feinen Extras, wie etwa einen Acht-Zoll-Bildschirm mit Apple Car Play, Android Auto und Mirror Link. Und wenn es das Smartphone beherrscht, kann man es auch induktiv laden.

Motorisch setzt man (vorerst) auf einen 1,0-Liter-Dreizylinder-Benziner, der mit 75, 95 und 115 PS angeboten wird. Ein 1,6-Liter-Vierzylinder-Diesel mit 80, 90 und 115 PS sowie ein 1,5-Liter-Vierzylinder-Benziner mit 150 PS werden im Herbst nachgereicht, ebenso eine 90 PS starke Erdgasvariante (Seat ist der erste Hersteller, der in der Kleinwagenklasse einen derartigen Motor anbietet). Bedeckt hält man sich noch bezüglich Cupra – doch wer die Spanier kennt, weiß, dass diese flotte Variante kommen wird.

Vier Ausstattungsvarianten stehen für den neuen Ibiza zur Auswahl, die Spitze stellen der komfortable Xcellence und der sportliche FR dar. Letzterer ist um 15 Millimeter tiefer gelegt und besticht durch ein zwar straffes, aber nicht zu hartes Fahrwerk, das optional auch regelbar ist. Dazu kommt eine präzise Lenkung, die echten Fahrspaß vermittelt. Die Dreizylinder werden im oberen Drehzahlbereich etwas knurrig, werden aber nie unangenehm laut, die Dämmung zum Innenraum könnte auch in einer Klasse höher gefallen. Doppelkupplungsgetriebe ist derzeit nicht verfügbar, kommt aber im Herbst in Verbindung mit dem 115-PS-Benziner, und zwar mit sieben Gängen.

Nicht üblich in der Kleinwagenklasse: die vielen (empfehlenswerten) Assistenzsysteme (die ohnehin im VW-Regal bereitliegen). Zum Beispiel: Frontassistent mit City-Notbremsfunktion, Stauassistent, radargesteuerter Tempomat …