Von Spanien in die Welt. Happy Birthday! Die spanische Seat-Erfolgsgeschichte begann vor exakt 70 Jahren. Und in Österreich sind Ibiza, Leon, Ateca & Co. aktuell beliebter denn je … Carrrramba!

Von Thomas Vogelleitner. Erstellt am 20. Mai 2020 (01:03)
Seat – damals und heute: Hier der 600er als Symbol für Freiheit und Mobilität, unten der Leon – eine wichtige Säule des Unternehmens.
Seat

Vor 70 Jahren begann die aufregende Reise der heute weltweit bekannten Automarke: Im Mai 1950 wurde Seat (Eigenschreibweise: SEAT – steht für: „Sociedad Española de Automóviles de Turismo S.A.“ – „Spanische Gesellschaft für Pkw“) gegründet. Seitdem hat das Unternehmen immer wieder seine Wandlungsfähigkeit unter Beweis gestellt und gezeigt, wie schnell und flexibel ein Großunternehmen auf neue Entwicklungen reagieren kann. Das jüngste Beispiel ist die Coronakrise: Trotz des Produktionsstopps liefen die Montagelinien weiter, man fertigte vorübergehend mechanische Beatmungshilfen statt Fahrzeugteile.

Seit dem ersten Fahrzeugexport nach Kolumbien 1965 hat sich Seat zum führenden industriellen Exporteur Spaniens entwickelt – derzeit verkauft Seat 80 Prozent seiner Fahrzeuge weltweit.

„Seat hat in seiner 70-jährigen Geschichte bewiesen, dass es als Unternehmen in der Lage ist, sich immer wieder neu zu erfinden und Herausforderungen erfolgreich zu meistern!“ Wolfgang Wurm, Geschäftsführer Seat Österreich

Das erste Produktionswerk in der Zona Franca bei Barcelona wurde 1953 eröffnet. Anfänglich wurden am Tag fünf Fahrzeuge gefertigt – und zwar das Modell 1400. Aktuell produziert Seat an drei spanischen Standorten: Barcelona, El Prat de Llobregat und Martorell. Darüber hinaus werden in Tschechien, in Deutschland, in Portugal und in der Slowakei Autos gebaut.

Seat Leon
Seat

Insgesamt sind es bis dato mehr als 19 Millionen Fahrzeuge. Heute laufen in drei Minuten so viele Fahrzeuge vom Band wie früher an einem ganzen Tag. Und während die Wartezeit auf einen 600er in den 1950er-Jahren noch bei zwei Jahren lag, können Kunden ihr Fahrzeug aktuell schon in zehn Minuten und mit nur fünf Klicks erwerben und bekommen es mit Fast Lane in nur 21 Tagen ausgeliefert.

In den vergangenen 70 Jahren hat Seat insgesamt 75 Modelle inklusive verschiedener Versionen und Generationen auf den Markt gebracht. Einige von ihnen stellen Wendepunkte in der Unternehmensgeschichte dar – allen voran der 1400er, der 1953 den Erfolg von Seat begründete. Der legendäre 600er, der 1957 vorgestellt wurde, wurde schon bald zum Symbol für Freiheit und Mobilität. 1984 kam der erste Ibiza (spanischer VW Polo) auf den Markt, gefolgt vom Leon 1999 (spanischer VW Golf) … Als Vorreiter seiner Branche erweiterte Seat ab 2016 seine Fahrzeugpalette um die ersten SUV-Modelle: den Ateca, den Arona und den Tarraco. 2019 stellte das Unternehmen sein erstes Elektrofahrzeug vor – den Mii electric.

Für 2020 und 2021 hält man übrigens einige Überraschungen bereit: Neben der serienmäßigen Elektrovariante des Mii werden neue Elektro- und Plug-in-Hybridmodelle erhältlich sein – die neue Produktfamilie des Leon mit verschiedenen Hybridantriebsversionen, der Tarraco PHEV sowie der Cupra Formentor, der auch als elektrische Plug-in-Hybridvariante verfügbar sein wird. Zudem wird ein zweites rein elektrisches Fahrzeug eingeführt – der El-Born, Bruder vom VW ID.3.

2018 brachte Seat die Fähigkeit, sich neu zu erfinden, auf die nächste Stufe und erhob Cupra (steht für „Cup Racer“) zu einer eigenständigen (sportlichen) Marke.

Seit 2019 ist Seat das Kompetenzzentrum für Mikromobilität für den gesamten VW-Konzern (seit 1986 gehört Seat zu den Deutschen) und somit verantwortlich für die Entwicklung neuer Strategien im Bereich urbane Mobilitätsprodukte und -dienstleistungen. Ein weiteres Beispiel für die Wandlungsfähigkeit des Unternehmens ist Seat:Code – ein Kompetenzzentrum für Software-Entwicklung, das ebenfalls im Vorjahr gegründet wurde.

Und es geht weiter …