Konsequente Kompetenz im Allradsegment. Das 4x4-Angebot der Tschechen kann sich sehen lassen. In Österreich hat jeder vierte Skoda einen Allradantrieb!

Von Beatrix Keckeis-Hiller. Erstellt am 01. Mai 2018 (00:03)
Respekt, der Kodiaq kannoffroad mehr als man einemSUV zutraut!
NOEN, Christian Houdek

Von Grund auf erneuert hat sich Skoda seit Beginn der 1990er-Jahre unter der Regie des VW-Konzerns. Dem zugrunde liegt nicht alleine der Techniktransfer des deutschen Autoimperiums, ebenso auch die Handwerkstradition und Mechanikexpertise der böhmischen Marke, die 1895 gegründet wurde und damit eine der ältesten der Welt ist. Eine Säule des Erfolgs und des Wachstums – sowie der Stammplatzierung als Nummer zwei auf dem heimischen Markt – ist der Allradantrieb.

„Im Zuge der Modelloffensive hat Skoda im 4x4-Bereich konsequent Kompetenz aufgebaut und sich als Allradmarke etabliert …“ Gregor Waidacher, Pressesprecher Skoda Österreich

Das Startsignal hatte 1999 der Octavia Combi gesetzt, als erstes 4x4-Modell. Mit weitreichenden Folgen: Mittlerweile offeriert Skoda Allradantrieb in vier Modellreihen. Neben dem kom-pakten Octavia, als Limousine und Combi, samt Scout- und RS-Varianten, sind das der Superb (Limousine und Combi) sowie die beiden SUV-Neulinge, der Kodiaq und nun auch der Karoq, der jüngste unter den kompakten Sport-Utility-Vehicles. Insgesamt ergibt das der-
zeit 13 Allradversionen (wir sind übrigens nicht abergläubisch).

Im Vorjahr sind 127.000 Allrad-Skodas (700.000 seit 1999) vom Produktionsband gelaufen. Das waren zehn Prozent der Gesamtproduktion. In Österreich ist jeder vierte Wagen der böhmischen Marke ein 4x4. Spitzenreiter ist der Kodiaq, der von den Kunden weltweit zu 60 Prozent, hierzulande zu 80 Prozent mit Allrad – der fünften Generation mit elektronisch gesteuerter Lamellenkupplung – gewählt wird. Das System ist je nach Type und Einsatzzweck entweder rein Straßen- oder dezidiert offroad-orientiert konfiguriert. Im Kodiaq kann es die Antriebskraft bis zu 90 Prozent der Hinterachse zuteilen, im Extremfall bis zu 85 Prozent nur einem einzigen Rad.

Um den Unterschieden der 4x4-Auslegungen auf die Funktion fühlen zu können, stellte Skoda Österreich das tschechische Traktionsquartett zum Ausprobieren bereit. Octavia und Superb tummelten sich auf den Straßen zwischen Eisenstadt und Stotzing, dem Offroad-Trainingsgelände des ÖAMTC, im Burgenland. Der Kodiaq – samt den neuen Versionen Scout und SportLine – sowie sein kleinerer Bruder, der Karoq, wurden ins abwechslungsreiche Gelände geschickt. Das war nach einer Regennacht saftig aufgeweicht, sprich schlammig und glitschig. Genau der richtige Boden, um zu beweisen, was vor allem der große Skoda-SUV kann.

Und das ist mehr, als man gemeinhin einem Vertreter dieser Kategorie zutraut!

Selbst auf seifigen Steigungen und Gefällen behält er seine Contenance, bleibt auf Spur, soferne man gefühlvoll mit dem Gaspedal umzugehen weiß. Bemerkenswert ist der Federungskomfort, etwas, das der Tscheche bereits im Zuge einer gut 800-Kilometer-Offroad-Tour durch die Masuren, Polen, unter Beweis gestellt hat. Der doch deutlich kleinere Karoq punktet mit hoher Wendigkeit und präziser Einlenkagilität in engen Passagen. Um die richtige Gangart für das Gelände einschlagen zu können, verfügen sowohl der große und der kleine Hochbeiner (ebenso der Octavia Scout) über einen Offroad-Fahrmodus. Der inkludiert eine Bergabfahrhilfe. Angesichts von steil abfallenden rutschigen Hängen eine Unterstützung (mit gezielten Bremseingriffen zum konstanten Halten der Geschwindigkeit), die – laut Christian Karlberger, Leiter des Offroad-Fahrtechnikzentrums Stotzing – „unüberbietbar“ ist.

Unser Fazit (gilt vor allem für den Kodiaq): Macht vor der Oper (natürlich gewaschen) genauso eine gute Figur wie im Gelände! Einfach herrlich!

Einstiegspreise:


Octavia 4x4: 31.700
Karoq 4x4: 33.720
Kodiaq 4x4: 34.780
Superb 4x4: 35.070