Schritt nach oben…. „Scala“ kommt aus dem Lateinischen und bedeutet „Treppe“ oder „Leiter“. Mit dem Scala macht Skoda einen weiteren Schritt nach oben. Respekt!

Von Thomas Vogelleitner. Erstellt am 16. April 2019 (00:59)
Skoda
Skoda zeigt mit dem Scala die nächste Entwicklungsstufe in der neuen Designsprache, die die Tschechen „Simply Surprising“ nennen: „Scharfe Linien und kristalline Elemente sorgen für noch mehr Dynamik und schaffen Emotionen!“ Der Fünftürer hat übrigens als erstes Fahrzeug im Kompaktsegment serienmäßig LED-Scheinwerfer und -Heckleuchten. Und er glänzt mit einem geringen Luftwiderstand (cw-Wert: ab 0,29).

Rapid spielt aktuell gegen den Abstieg aus der höchsten Fuß-ball-Spielklasse Österreichs. Bei Skoda ist der Rapid schon Geschichte, zumindest bei uns in Westeuropa. Sein Nachfolger hört auf den Namen Scala. So wie das Opernhaus in Mailand (warum hat sich der Fiat-Konzern diesen Namen nicht schon längst gesichert?).

Der kompakte Skoda Scala ist eine komplette Neuentwicklung. Ein Tschechen-Golf, der es in sich hat! Aufgebaut auf der MQB-A0-Plattform, die haben auch der Polo und der Ibiza. 4,36 Meter lang ist der Fünftürer (Radstand 2,65 Meter) – somit um stolze zehn Zentimeter mehr als der Golf. Das Kofferraumvolumen geben die sympathischen Tschechen mit mindestens 467 Litern an, maximal sind es 1.410 Liter – der größte Kofferraum der Klasse! Zum Vergleich der Golf: 380 bis 1.270 Liter. Aber auch für Fahrer und Mitfahrer bietet der Scala viel Platz – und ein ansehbares Ambiente ohne Schnick-Schnack. Cool: Die Displays des virtuellen Cockpits und des Navigationssystems, jeweils auf Wunsch, zählen zu den Größten der Klasse (10,25 und 9,2 Zoll). Mit der serienmäßig installierten eSIM ist der Scala als erster Skoda immer online.

„Für heuer sind 1.500 Scala geplant. Mehr bekommen wir nicht.“ Max Egger, Geschäftsführer Skoda Österreich 

Die Euro-6d-Temp-Motoren kommen allesamt logischerweise aus dem VW-Konzernregal. Ich war mit einem 115-PS-Benziner (mit Schaltgetriebe) und einem 115-PS-Diesel (mit Doppelkupplungsgetriebe) unterwegs. Und die zweite Variante hat mir besser gefallen – der feine Diesel und das geniale Doppelkupplungsgetriebe werden beim Scala allerdings eher ein Minderheitenprogramm sein.

Wie fährt er sich, der Golf-Konkurrent? Unaufgeregt, handlich … unter dem Strich souverän (was anderes habe ich auch nicht erwartet). Neben dem normalen Fahrwerk bietet der Scala ein Schlechtwegepaket (mit zwölf Millimeter mehr Bodenfreiheit) und ein Sport-Normal-Fahrwerk (bei dem der Wagen um 15 Millimeter tiefer liegt).

Last but not least hat der neue Skoda natürlich auch viele „Simply Clever“-Goodies. Siehe elek-trische Heckklappe mit Tip-To-Close-Funk-tion. Siehe schwenkbare Anhängerkupplung mit elektrischer Entriegelung. Siehe Eiskratzer im Tankdeckel mit einer Reifenprofiltiefenskala für Kon-trollmessungen …