Großes Risiko: das Handy. Ablenkung am Steuer ist die häufigste Ursache für Unfälle im Straßenverkehr. Mit der neuen Kampagne „Hallo Leben“ will der Autobahnbetreiber Asfinag dem entgegenwirken.

Von Gina Christof. Erstellt am 11. Mai 2017 (11:27)
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Die Asfinag-Vorstände Alois Schedl (l.) und Klaus Schierhackl (r.) präsentierten mit SP-Verkehrsminister Jörg Leichtfried die neue Kampagne der Asfinag.
 
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„Übermüdung, Rasen, zu wenig Abstand und Ablenkung – das sind die Hauptgründe für Verkehrsunfälle“, erklärt Asfinag-Vorstand Alois Schedl bei der Kampagnenpräsentation. Die Hälfte der 46 tödlichen Verkehrsunfälle im Jahr 2016 sei dabei aber durch Unachtsamkeit oder Ablenkung zustande gekommen.

Einer der größten Faktoren, die am Steuer ablenken, ist das Handy. „Auch wenn nur schnell eine Nachricht getippt wird, mit jeder einzelnen Sekunde die wir von der Straße wegsehen, verpassen wir mehrere Meter“, meint Schedl. Eine aktuelle Umfrage des Instituts für empirische Sozialforschung (IFES) im Auftrag der Asfinag zeige dabei auch deutlich auf, dass viele Lenker dieses Risiko von sozial akzeptierten, kleinen Ablenkungen unterschätzen.

Kampagne für mehr Sicherheit

Um Unfällen von grundsätzlich vernünftigen und sicherheitsbewussten Fahrern vorzubeugen, startet die Asfinag deshalb nun eine Initiative für mehr Sicherheit auf Österreichs Straßen. Unter dem Motto „Hallo Leben“ sollen im Rahmen der Kampagne vor allem die schönen Seiten des Lebens gezeigt werden. „Die Kampagne zeigt auf, was auf dem Spiel steht, wenn beim Autofahren etwas riskiert wird“, erklärt Jörg Leichtfried, SP-Bundesminister für Verkehr, Innovation und Technologie.

Die neue Kampagne wird ab 10. Mai im Fernsehen und Radio laufen und auf Plakaten und in Form von Inseraten zu sehen sein. Zusätzlich ruft die Asfinag eine Mitmachseite ins Leben – unter www.halloleben.at kann jeder und jede seinen schönsten Moment des Ankommens posten, der dann auf einer Österreich-Karte verlinkt wird.