Herzhaft, aber nicht herzlos

Erstellt am 13. Mai 2022 | 05:04
Lesezeit: 3 Min
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Der ID.5 ist das erste E-SUV-Coupé aus dem Hause VW. Er hat gegenüber dem ID.4 ein leicht abgeflachtes Dach und einen dezent verlängerten Rücken. Antriebsenergie liefert in allen Leistungsabstufungen eine 77 kWh-Batterie.
Foto: VW
Wolfsburg schickt die Coupé-Version des VW ID.4 mit sportlichem Anspruch los. Der vollelektrische ID.5 ist heck- oder allradgetrieben, er hat 174, 204 oder 299 PS – und schafft bis zu 512 Kilometer ohne Stopp.
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Den nächsten Schritt zur Vollelektrifizierung setzt VW jetzt mit dem ID.5, einem Derivat des ID.4, der wiederum auf dem ID.3 basiert. Die numerisch aufsteigende Reihenfolge der (Batteriestrom-)Modelle firmiert im Kompaktsegment. Beim Neuesten handelt es sich um einen Vertreter der stetig wachsenden SUV-Klasse. Er gehört, als Coupé, in eine Nische, die eigentlich gar keine mehr ist, sondern geradezu ein modisches Muss. Wobei eine der typischen Ingredienzien, die heckwärts absteigende Dachlinie, dezent gestaltet ist, um den Innenraum – für Passagiere und Gepäck – möglichst wenig bis gar nicht einzuschränken. Die elegante Variante bietet sogar Vorteile: Die Aerodynamik ist gegen über der SUV-Version günstiger, unter anderem dank eines Heck- anstelle eines Dachspoilers.

Motorisch läuft der prinzipiell heckgetriebene ID.5 parallel mit dem ID.4. Das Leistungsoffert: 174, 204 oder 299 PS. Als Energiespeicher dient durchwegs die kapazitiv stärkere Batterie mit 77 kWh (netto). Die höchste Leistungsstufe resultiert aus je einem Elektroaggregat pro Achse. Die Hauptarbeit leistet der Heckmotor, der Antrieb an der Front schaltet sich je nach Fahrmodus und Bedarf dazu.

Der ID.5 steht für den Bodystyle der Zukunft: aerodynamisch, expressiv und sportlich, mit kurzen Überhängen! KARIN ANGERER, Pressesprecherin VW Österreich

Markiert ist der Top-ID.5 als GTX, die neue Elektro-Formel für die Sportabteilung der Wolfsburger. Sein Debüt absolvierte auch er vor heimischer Bergkulisse: dem Wilden Kaiser in Tirol. Dort konnte der Schrägdachstromer auf kurvigem Terrain erstmals demonstrieren, was an Sportlichkeit in ihm steckt, selbstverständlich durch hoch aufmerksame Fahrdynamikelektronik gezähmt. Und familiär verdaulich. Denn bei aller Herzhaftigkeit der motorischen Elektro-Power werden Federung und Dämpfung auch im dynamischsten Fahrprogramm niemals herzlos hart.

Man kann sich es auch im GTX aussuchen, ob man die fast 300 PS Leistung – bei ab 2.242 Kilogramm Gewicht – ausreizt oder, unterstützt durch die Rechnerleistung des neu installierten Software-Systems (Generation 3.1), wie weit man mit einer Batteriefüllung kommen kann (bis zu 512 Kilometer Reichweite sollen es sein). Das stand zwar noch nicht auf dem Programm, wird jedoch demnächst Gegenstand einer intensiveren und längeren Begegnung mit dem flotten Coupé-Crossover sein.