Unser Liebling im XL-Format. Wolfsburg streckt Bestseller Tiguan um 21,5 Zentimeter – der Tiguan Allspace ist auf Wunsch auch ein 5+2-Sitzer.

Von Franz Farkas. Erstellt am 17. Oktober 2017 (00:26)
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Bei VW reiht sich der Tiguan Allspace (Foto) zwischen dem normalen Tiguan und dem Touareg ein. Im VW-Konzern ist er ein direkter Verwandter desSkoda Kodiaq. Eine selbstbewusste Erscheinung!
NOEN, VW

In Österreich ist er der belieb-teste und meistverkaufte SUV (seit 2008 durchgehend die Nummer 1 bei den Kompakt-SUVs) – die Rede ist vom Tiguan, einer der Bestseller aus dem Hause VW!

Erfolg macht stark, Erfolg verpflichtet. Demnächst bringen die Wolfsburger eine zweite Tiguan-Variante auf den Markt. Name: Tiguan Allspace.

Viel Platz und trotzdem kein VAN

Der in Mexiko produzierte und eigentlich für den amerikanischen Markt gedachte Wagen soll all jene ansprechen, die viel Platz benötigen, aber keinen Van fahren wollen. So wurde der klassische Tiguan um 21,5 Zentimeter verlängert (das heißt: 4,70 Meter lang), der Radstand wuchs um 10,9 Zentimeter.

Die Silhouette ist stimmig geblieben (ausgewogene Propor-tionen), optisch fällt der Unterschied erst im direkten Vergleich mit dem Original auf. Neben der Verlängerung der Karosserie wurden auch die hinteren Türen um 11,0 Zentimeter verlängert, um vor allem das Einsteigen zur optional lieferbaren dritten Reihe, die den XL-Tiguan zum 5+2-Sitzer machen, zu erleichtern. Wesentlich leichter ist durch die größeren Türen das Entern der zweiten Reihe (übrigens um 18 Zentimeter längsverschiebbar) – die Platzverhältnisse sind hier ausgezeichnet.

Genug Platz trotz sieben Sitze

In der dritten Reihe geht es naturbedingt etwas beengter zu, die zwei Plätze sind eher für Kids gedacht. Thema Kofferraum? Mit sieben Sitzen bestückt, bleibt immer noch Platz für zwei Trolleys.

Beim Fünfsitzer steht bei voller Bestuhlung ein Kofferraumvolumen von 760 Litern zur Verfügung, maximal (das heißt: zweisitzig und dachhoch) passen beachtliche 1.920 Liter rein (der kurze Tiguan schafft bis zu 1.655 Liter). Ebenfalls nicht ohne: die maximale Laderraumlänge von 1,92 Metern – ausreichend Platz für ein Surfboard.

Im Fahrbetrieb fällt der Unterschied zwischen den beiden Tiguans kaum bis gar nicht auf, höchstens vielleicht beim Einparken. Auch mit der schwächsten Motorisierung (1,4-Liter-Benziner mit 150 PS) steht noch immer ausreichend Kraft zur Verfügung, um flott voranzukommen.

Als perfekt empfanden wir den 2,0-Liter-Diesel mit 190 PS, in Kombination mit dem siebengängigen Doppelkupplungsgetriebe eine echt feine Sache! Allradantrieb? Gibt es nur beim Einstiegsbenziner nicht. Der österreichische VW-Importeur erwartet sich übrigens einen Allradanteil von 70 Prozent, plus 93 Prozent Dieselanteil!