Johannes Wolf, der „alte Hase“ beim Roten Kreuz

Johannes Wolf aus Frauenkirchen ist seit 1981 beim Roten Kreuz als Rettungsfahrer und Alleskönner aktiv.

Paul Haider
Paul Haider Erstellt am 04. November 2017 | 04:51
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Seit 1981 bei der Rettung: Johannes Wolf aus Frauenkirchen.
Foto: zVg

Das Lebensmotto von Johannes Wolf lautet: „Es gibt nix, was man nicht reparieren kann“. Da überrascht es nicht, dass der Frauenkirchener als Fuhrpark-Verantwortlicher so etwas wie der Alles-Könnende „McGyver“ in den drei Dienststellen des Neusiedler Roten Kreuzes bekannt ist.

Dass er ursprünglich einen Handwerksberuf erlernt hat, kommt Wolf dabei sicherlich entgegen. 1981 hat er als freiwilliger Sanitäter seine Karriere beim Roten Kreuz begonnen. 1988 wurde er dann hauptberuflicher Rettungsfahrer.

Im BVZ-Interview sagt Johannes Wolf, dass ihm seine Arbeit noch immer so viel Spaß macht wie vor 35 Jahren: „Es hat sich zwar einiges geändert, aber das Helfen bleibt gleich. Man lernt jeden Tag neue Menschen und deren Schicksal kennen.“

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Dabei nimmt Johannes Wolf auch in Kauf, dass das Privatleben manchmal unter dem stressigen Beruf leidet: „Man hat kein geregeltes Familienleben. Wenn andere Wochenende oder Feiertage haben, ist das für uns normale Arbeitszeit.“ Wenn er dann doch einmal freie Tage hat, verbringt der Frauenkirchener diese am Liebsten mit Familie und Freunden, bei gemeinsamen Spaziergängen mit seinen beiden Hunden, oder mit Gartenarbeit.

In 36 Jahren bei der Rettung erlebt man natürlich auch viele tragische Ereignisse: „Man muss damit klar kommen, dass man auch an Grenzen stößt und leider nicht mehr helfen kann“, weiß der langjährige Sanitäter.

Und trotzdem hat Johannes Wolf auch viel Schönes beim Roten Kreuz erlebt, wie er abschließend erzählt: „Ich habe beim Roten Kreuz meine Frau kennengelernt. Einigen Babys durfte ich auf die Welt helfen und das schönste ist, wenn man von den Patienten oder deren Angehörigen hört, dass man seine Arbeit gut gemacht hat.“

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