Vier Jahrzehnte beim Roten Kreuz. 40 Jahre freiwillige Mitarbeit beim Roten Kreuz, 30 Jahre Ortsstellenleiter, 25 Jahre im Bezirksausschuss: Eduard Pultz ist seit vier Jahrzehnten beim Roten Kreuz tätig und zwar „Aus Liebe zum Menschen“, wie er selbst sagt.

Von BVZ Redaktion. Erstellt am 16. Dezember 2017 (01:33)
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Besondere Verdienste: Eduard Pultz leitete 1989 das DDR-Flüchtlingslager in Deutschkreutz.
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Als Ortsstellenleiter organisiert er drei Mal im Jahr Blutspendeaktionen, ist in der Gemeinde für das Rote Kreuz präsent und Ansprechpartner für die Menschen. Eine große Herausforderung als Ortsstellenleiter hatte er 1989 zu bewältigen, als er das Lager für die Flüchtlinge aus der DDR geleitet hat. „Wir haben 1.800 Menschen Tag und Nacht betreut und im Pfarrheim ein Matratzenlager eingerichtet“, erinnert sich Pultz.

Insgesamt kamen nach der Grenzöffnung im August 1989 4.000 Menschen allein in Deutschkreutz über die Grenze. Nur wenige Jahre später kam es zu Pultz‘ nächster großer Bewährungsprobe. Im Zuge der Jugoslawienkrise betreute er wieder Flüchtlinge, die im Zollhaus untergebracht waren. „Viele der Jugoslawien-Flüchtlinge sind heute im Bezirk integriert. Mit etlichen Familien habe ich noch Kontakt. Die damals Kinder waren, schreien heute noch von weitem, wenn sie mich sehen“, freut sich Pultz.

Für seine besonderen Verdienste hat er die Goldene Medaille des Landes Burgenland, die Verdienstmedaille der Bundesrepublik Deutschland und das Goldene Dienstjahrabzeichen des Roten Kreuz verliehen bekommen.