Zukunftsorientierte Bildung im Burgenland

Erstellt am 17. Jänner 2023 | 14:35
Lesezeit: 3 Min
Thomas Leitgeb wird burgenländisches Know How in Amerika einbringen.
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Seit dem Schuljahr 2018/19 wird „Coding und Robotik“ an burgenländischen Mittel-, Polytechnischen und Volksschulen mit großem Erfolg als Wahlpflichtfach oder (un)verbindliche Übung angeboten. Das Projekt wird von der Privaten Pädagogischen Hochschule Burgenland (PPH) begleitet und unterstützt. Ziel des Unterrichts ist es, Probleme aufzugreifen und mit digitalen Techniken strukturiert zu lösen.

„Das Land Burgenland hat mit der Einführung des Wahlpflichtfachs ‚Coding und Robotik‘ im Schuljahr 2018/19 an den burgenländischen Mittelschulen bereits sehr früh auf technologische und gesellschaftliche Entwicklungen reagiert und ermöglicht seitdem unseren SchülerInnen eine zukunftsorientierte Bildung auf Höhe der Zeit“, meint Bildungslandesrätin Daniela Winkler.

Die theoretische Grundlage dieses Konzepts, die Verbindung von digital unterstützten Problemlösungsprozessen (Computational Thinking) mit der haptisch erfahrbaren Umsetzung durch Lernroboter (Educational Robotics) wurde bislang von zahlreichen Schulen aus Europa als Basis für eine Entwicklung von schulischen Curricula herangezogen.

„Dieses Wahlpflichtfach soll burgenländische SchülerInnen nicht nur auf die Anforderungen des 21. Jahrhunderts vorbereiten, sondern ihnen auch die Möglichkeit geben, auf unterschiedlichen Ebenen komplex zu denken“, so Herbert Gabriel, Vizerektor der PPH Burgenland.

Die Mittelschule Horitschon startete bereits 2015 mit dem Unterrichtsfach und zählt zu den Pionieren auf diesem Gebiet. Mittlerweile haben bereits 5.000 Schüler im Burgenland zumindest ein Jahr lang am „Coding und Robotik“ unterricht teilgenommen.

Studie bestätigt positive Wirkung von „Coding und Robotik“

Eine vor Kurzem in Horitschon vorgestellte Studie der PPH und dem Bildungsserver Burgenland ergab eine positive Wirkung im Bereich der kognitiven Fähigkeiten und des komplexen Problemlösens bei den Schülern. Die Ergebnisse der Studie wurden bereits in internationalen Zeitschriften und Konferenzen vorgestellt und diskutiert und stießen auch international auf großes Interesse.

Thomas Leitgeb (Leiter der Studie sowie des Zentrums für digitale Kompetenz) wurde in ein internationales Expertengremium berufen, das die Implementierung dieser Themenbereiche auf Basis der theoretischen Überlegungen von „Coding und Robotik“ in den USA vorbereiten soll.