786 Aufgriffe durch Heer und Polizei im Burgenland. Im Burgenland haben Polizei und Bundesheer heuer bisher 786 Personen im Rahmen des sicherheitspolizeilicher Assistenzeinsatzes aufgegriffen. Im Vergleich dazu lag die Zahl im Vorjahr bei 1.350, gab das Bundesheer am Dienstag anlässlich eines Besuches von Verteidigungsministerin Klaudia Tanner (ÖVP) bei Assistenzsoldaten in Nickelsdorf bekannt.

Von APA, Redaktion. Erstellt am 07. April 2020 (18:18)
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Von den insgesamt rund 2.200 in Österreich im sicherheitspolizeilichen Assistenzeinsatz eingesetzten Soldaten befinden sich rund 550 an der burgenländischen Grenze. Davon versehen auch etwa 170 Aufschub-Präsenzdiener derzeit ihren Dienst in Nickelsdorf. Diese sollen ab Mai von Milizsoldaten abgelöst werden.

Das Militärkommando Burgenland ist für den seit 2015 laufenden sicherheitspolizeilichen Assistenzeinsatz territorial verantwortlich. Die eingesetzten Kräfte, rund vier Kompanien, kommen aus dem Burgenland und aus Niederösterreich. Zusammen mit der Landespolizeidirektion Burgenland unterstützen die Soldaten bei gesundheitsbehördlichen Aufgaben wie Fiebermessungen, aber auch bei Grenzkontrollen, Abfertigung von Lkw sowie bei der Kontrolle von Zügen.

Um die Ausbreitung des Coronavirus zu verhindern, wurden zur Aufrechterhaltung des Dienstbetriebes Schutzmaßnahmen, wie Abstand halten, kein Händeschütteln, größerer Abstand bei der Essenseinnahme, vermehrtes Händewaschen sowie zur Verfügung stellen von ausreichend Desinfektionsmittel getroffen. Um die Sicherheit der Truppe gewährleisten zu können, wurden auch Schutzausrüstungen ausgegeben.

Die Ministerin zeigte sich von den Leistungen der Soldatinnen und Soldaten beeindruckt. "Sie beweisen jeden Tag: Österreich kann sich auf das Bundesheer verlassen", sagte Tanner nach einem Gespräch mit Militärkommandant Brigadier Gernot Gasser und Landeshauptmannstellvertreterin Astrid Eisenkopf (SPÖ).