Finanzpolizei setzt Kontrollen an Grenze fort. Die gemeinsamen Schwerpunktkontrollen von Wirtschaftskammer, Finanzpolizei und Polizei bei burgenländischen Grenzübergängen werden im Herbst fortgesetzt. Man will damit faire Wettbewerbsbedingungen schaffen und gegen Missbrauch im grenzüberschreitenden Dienstleistungsverkehr sowie Lohn- und Sozialdumping vorgehen, berichtete die Wirtschaftskammer am Dienstag in einer Aussendung.

Von APA, Redaktion. Erstellt am 01. Oktober 2019 (13:47)

Nach wie vor würden viele burgenländische Betriebe über Wettbewerbsungleichheit infolge von unfairen grenzüberschreitenden Dienstleistungen klagen, schrieb Klaus Sagmeister, Vize-Präsident der Wirtschaftskammer Burgenland. Durch diesen Missbrauch würden im Burgenland Arbeits- und Lehrplätze verloren gehen und "Millionen an Steuergeldern am Fiskus vorbei erwirtschaftet" werden, so Sagmeister.

Zusätzlich zu Lohn- und Sozialdumping seien dabei auch neue Betrugsmuster aufgetaucht, sagte Michael Aigner, Leiter der Finanzpolizei Burgenland und Niederösterreich. "Neben Abgabe- und Beitragshinterziehung geht es nun auch um Sozialleistungsbetrug und Gewinnverschiebung zu Lasten der redlichen Unternehmer", betonte er.

Bei den Schwerpunktkontrollen am Dienstag wurden laut Aigner landesweit rund 200 Fahrzeuge und ihre Insassen kontrolliert, davon wurden 25 beanstandet. Neben den Kontrollen setzt man jedoch auch auf Aufklärungsarbeit. So wurden etwa mehrsprachige Infoblätter verteilt, die über die gesetzlichen Bedingungen für das Arbeiten in Österreich aufklären sollen.