Mattersburgs Bürgermeisterin Salamon anonym angezeigt

Die Mattersburger Bürgermeisterin Ingrid Salamon (SPÖ) hat am Mittwoch im Untersuchungsausschuss zur Commerzialbank Mattersburg (Cb) angegeben, dass sie in der Causa anonym angezeigt worden sei.

Erstellt am 03. Februar 2021 | 16:47
Ingrid Salamon
Ingrid Salamon
Foto: zVg.

Deshalb werde sie "keinerlei Fragen zu Geschenken, VIP-Tickets und Geburtstagen" beantworten, sagte Salamon in ihrer einleitenden Stellungnahme. Die Vorwürfe seien aber nicht zutreffend und sie gehe davon aus, dass die Ermittlungen eingestellt würden.

Derzeit werde sie aber als Beschuldigte geführt. "Die anonyme Anzeige liest sich wie die Aussendung einer bestimmten Partei", deutete die SPÖ-Politikerin in Richtung der anderen Fraktionen im U-Ausschuss an. Genauso wenig, wie sie zu Geschenken Auskunft geben werde, werde sie Fragen zur Stadt Mattersburg beantworten. "Es handelt sich um einen Untersuchungsausschuss des Landes und nicht um einen der Stadtgemeinde Mattersburg", betonte Salamon.

FPÖ-Landesparteiobmann Alexander Petschnig dementierte bereits im Zuge der Befragung, dass die anonyme Anzeige von der FPÖ gekommen sei. „Wir kämpfen mit offenem Visier“, so Petschnig martialisch.“

Die Stadt sei jedenfalls durch die Insolvenz der Commerzialbank nicht unmittelbar geschädigt worden, dennoch sei "natürlich die gesamte Region und somit auch mittelbar die Stadt Mattersburg vom Untergang der Bank betroffen". Sie appellierte an die Abgeordneten im U-Ausschuss, mit "diesen Schicksalsschlägen nicht Politik zu machen", sondern den Menschen eine Zukunftsperspektive zu geben. Salamon ist seit 1999 Bürgermeisterin von Mattersburg und wird Ende des Jahres aus diesem Amt ausscheiden. Sie wird 2022 nicht mehr zur Kommunalwahl antreten und übergibt bereits zuvor an Claudia Schlager.