Leichte Entspannung in burgenländischen Spitälern. In den burgenländischen Spitälern hat sich die Situation in der Coronakrise zuletzt leicht entspannt. Montagfrüh wurden in den fünf Krankenhäusern insgesamt 62 Covid-19-Patienten stationär behandelt, zehn davon intensivmedizinisch.

Von APA / BVZ.at. Erstellt am 21. Dezember 2020 (14:39)
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Damit liegen die Zahlen derzeit ungefähr bei der Hälfte des Höchststandes von 120 Patienten, betonte Hubert Eisl, Geschäftsführer der KRAGES (Burgenländische Krankenanstalten Ges.m.b.H.) bei einer Pressekonferenz.

Am Höhepunkt seien 23 Erkrankte auf den Intensivstationen behandelt worden. "Das ist schon eine Anzahl gewesen, wo es wirklich eng wurde", sagte Eisl. Der KRAGES-Geschäftsführer appellierte am Montag an die Bevölkerung, die Maßnahmen gegen das Coronavirus auch über die Weihnachtsfeiertage einzuhalten. Trotz der leichten Entspannung befinde man sich noch immer in etwa auf dem Stand von Ende Oktober, kurz vor dem weichen Lockdown - "und damit sind wir auf einem Stand, wo von wirklicher Entspannung noch keine Rede sein kann", betonte Eisl.

Deshalb sei es auch zu Weihnachten wichtig, Kontakte so weit wie möglich zu vermeiden. "So hart das auch ist, es ist leider die einzige Chance, wie man dem Virus begegnen kann", sagte der Geschäftsführer. Die Lage sei derzeit insgesamt stabil, betonte Bianca Puntigam, Pflegedirektorin des Krankenhauses Güssing. Für das Personal sei es aber eine herausfordernde Zeit. "Wir schaffen das alles nur, weil die Mitarbeiter sehr flexibel und mit viel Engagement dabei sind", sagte sie.

Derzeit gebe es umfassende Screenings von Patienten und Mitarbeitern, betonte Andreas Schmidt, Pflegedirektor im Spital in Oberwart. Wichtig sei, dass die Bevölkerung jetzt diszipliniert bleibe. Es sei merkbar, "dass sich ein gewisser Jetlag verbreitet, was die Maskenpflicht und die Kontakte betrifft", sagte Schmidt.

Im Burgenland liege die "praktische Grenze" bei 20 bis 25 Intensivbetten, die mit Covid-19-Patienten belegt sind. "Die theoretische Maximalgrenze liegt bei 30. Da ist das System dann aber sehr, sehr ausgereizt", betonte Eisl. Nach den Feiertagen rechne die KRAGES jedenfalls mit einem Anstieg der Infektionszahlen.