Fahrschulen für Theoriekurse im Distance Learning. Nachdem Verkehrsministerin Leonore Gewessler (Grüne) am Dienstag eine praxistaugliche Lösung für Führerschein-Theoriekurse angekündigt hat, wurde dies von Fahrschulvertretern begrüßt.

Von APA / BVZ.at. Erstellt am 27. Januar 2021 (12:27)
easy drivers

Der Fahrschulverbandes Easy Drivers - laut Eigenangabe Österreichs größtes Fahrschulnetzwerk - erneuerte seine Forderung nach der Möglichkeit des Distance Learnings für Theoriekurse. Damit liege "die beste Lösung" auf der Hand, hieß es in einer Aussendung.

"Distance Learning beziehungsweise digitaler Präsenzkurs hilft den rund 35.000 Fahrschülerinnen und Fahrschülern, die seit Anfang November auf ihre Theoriekurse warten, und gibt auch den rund 3.500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern von Fahrschulen in dieser schwierigen Situation eine berufliche Perspektive", sagte Werner Fichtinger, Geschäftsführer der Easy Drivers Fahrschulen. Laut ihm befürworten mittlerweile auch immer mehr Fahrschulen die Einführung von Distance Learning, ebenso beschweren sich immer mehr Fahrschüler und Eltern, dass diese Möglichkeit des Unterrichts nicht auch in Fahrschulen möglich ist.

Gewessler hatte sich am Dienstag für eine praxistaugliche Lösung ausgesprochen, ohne ins Detail zu gehen. Man sei dazu in enger Abstimmung mit dem Gesundheitsministerium, erklärte sie am Rande einer Pressekonferenz in Eisenstadt. Am Montag war vom Gesundheitsressort klargestellt worden, dass praktische Führerscheinprüfungen und Fahrstunden trotz Corona-Lockdowns abgehalten werden dürfen. Die FPÖ hat ebenfalls am Dienstag gefordert, dass nach dem Aus des Fahrprüfungsverbots auch sofort das Theoriestundenverbot fallen müsse. Das ist lediglich im Rahmen von Einzelunterricht möglich und stellt eine 'bloße Sekkiererei' für die Betroffenen dar, kritisierte FPÖ-Verkehrssprecher Christian Hafenecker.