Infiziertes Gesundheitspersonal: Burgenland/Steiermark. Im Burgenland befindet sich Gesundheitspersonal des Krankenhaus der Barmherzigen Brüder in Eisenstadt, sowie den vier Spitälern der KRAGES in häuslicher Quarantäne.

Von APA / BVZ.at. Erstellt am 19. März 2020 (12:13)
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In der Steiermark gibt es im Hinblick auf positiv getestete Krankenpflegekräfte und Mediziner abgesehen vom LKH Hartberg, das nach wie vor für Neuaufnahmen geschlossen ist, "Gott sei Dank nirgends eine Häufung von Fällen, die die Arbeit verunmöglichen würde". Das sagte ein KAGes-Sprecher auf Anfrage zur APA.

"Natürlich gibt es solche Fälle, aber wir kommen damit zurecht", bestätigte die Sanitätsdirektion, betonte aber, "wir haben viel mehr Spitäler, die nicht betroffen sind". Konkrete Zahlen wurden nicht genannt. Am LKH Hartberg habe der Betrieb nicht aufrechterhalten werden können, weil viel Personal in häusliche Isolation gebracht werden musste. Hier dürfte sich die Situation laut Sanitätsdirektion im Laufe der kommenden Woche wieder verbessern.

Jene 63 Mitarbeiter des Grazer Spitals, die sich in häuslicher Quarantäne befanden, weil sie mit einem Corona-infizierten Patienten der Schlaganfall-Abteilung in Kontakt gekommen waren, konnten wieder in den Dienst zurückkehren, schilderte KAGes-Sprecher Reinhard Marczik. Die Zahl der Leute, die ausfallen, "steigt nach bisheriger Kenntnis moderat an".

Selbiges gelte auch für die zur stationären Behandlung in die Spitäler eingelieferten Fälle mit entsprechender Symptomatik. Ausgehend von den sechs Fällen Donnerstagfrüh "rechnen wir heute mit einer moderaten Kurve", sagte Marczik.

Das alte LKH Hörgas nördlich von Graz (Bezirk Graz-Umgebung) sei für jene Corona-Patienten, die aus der Intensivstation wieder entlassen werden, als "Zwischenstation" bereits in Betrieb genommen worden. Dort befinden sich laut Marczik drei von insgesamt 22 stationär behandelten Covid-19-Patienten. Das gesamte Haus könne rund 30 Patienten betreuen. Die Zahl der Corona-Intensivpatienten in der Steiermark betrage vier. Durch Verschiebung nicht dringender Behandlungen und Operationen habe man mittlerweile in den Spitälern bei den Betten "rund 35 bis 40 Prozent der Normalauslastung" erreicht.

Im Burgenland sind im Krankenhaus der Barmherzigen Brüder in Eisenstadt derzeit circa 20 Mitarbeiter in häuslicher Quarantäne. In den vier Spitälern der KRAGES (Burgenländischen Krankenanstalten-Ges.m.b.H.) befinden sich 46 Mitarbeiter vorbeugend in Quarantäne. Vom Coronavirus betroffen waren im Burgenland unter anderem die Intensivstation in Kittsee sowie die Station Interne Medizin IV in Oberwart, auf denen Patientinnen positiv getestet worden waren.