Vormerksystem für Impfung startet im Burgenland. Im Burgenland ist es seit Freitag möglich, sich ins Vormerksystem für die Impfung gegen das Coronavirus einzutragen.

Von APA / BVZ.at. Erstellt am 22. Januar 2021 (10:13)
Landesrat Leonhard Schneemann (r.) und Nikolaus Tittler von der LSZ
 
Landesmedienservice Burgenland

Das Burgenland sei bereit, die Bevölkerung breitflächig zu impfen, warte jedoch noch auf Impfstoff, erklärte Landesrat Leonhard Schneemann (SPÖ) bei der Pressekonferenz. Er appellierte, sich mit der Eintragung Zeit zu lassen, denn die Impfung erfolge ohnehin auf Basis des mehrphasigen Impfplanes nach Alters- und Berufsgruppen.

"Wir wollen impfen, wir können auch sofort impfen, aber uns steht nur eingeschränkt Impfstoff zur Verfügung", stellte Schneemann fest. Organisatorisch ließen sich 100.000 Impfungen pro Monat bewerkstelligen. Die Impfstrategie sei in vier Phasen eingeteilt, beginnend mit den vulnerablen Gruppen. Ab Phase 4 kommt dann die gesamte Bevölkerung dran.

Bisher wurden laut Schneemann 4.500 Impfstoffe verabreicht. "Das entspricht dem Österreich-Schnitt, 1,5 Prozent der Bevölkerung." Angesprochen auf Impf-Vordrängler meinte der Landesrat: "Mir ist kein Fall bekannt im Burgenland."

Anmeldung sehr einfach

"Es ist einfach, sich in diesem System anzumelden. Man braucht nur eine Handynummer und eine E-Mail-Adresse", erläuterte der Landesrat das Vormerksystem. Eine Anmeldung sei aber auch für eine andere Person möglich: "Enkel können auch Oma und Opa anmelden." Da der Impfstoff noch nicht breitflächig verfügbar sei, handelt es sich um ein Vormerksystem und nicht ein Anmeldesystem, so Schneemann weiter. Sobald der Impfstoff verfügbar ist, werde die vorgemerkte Person über das System verständigt.

Keine telefonische Vormerkung möglich

Eine telefonische Vormerkung gibt es nicht. Sollte aber jemand niemanden für die Anmeldung haben, könne man sich auch an die Gemeinde wenden: "Alle sind bereit, unterstützend tätig zu sein", versprach Schneemann: "Niemand braucht sich sorgen, dass er die Onlineanmeldung nicht bewerkstelligen kann."

Das Vormerksystem ist über einen Button auf www.burgenland.at/coronavirus zu erreichen. Dann braucht man die Sozialversicherungsnummer und eine E-Mail-Adresse, und mittels Pin am Handy und einem Testmail werden die Daten bestätigt.

Schneemann appellierte: "Bitte lassen Sie sich Zeit mit der Vormerkung." Es bringe nichts, sich sofort ins Netz zu hängen, denn das System sortiere nicht nach dem Zeitpunkt des Einlangens, sondern nach Berufs- und Personengruppen. "Das Entscheidende sind die Phasen, damit die schützenswerten Gruppen zuerst dran kommen."

Risikopatienten melden sich ebenfalls über das Vormerksystem, die Bestätigung dass es sich tatsächlich um einen solchen handelt, erfolgt über einen Arzt. Die Bestätigung durch den niedergelassenen Arzt ist ab Mittwoch, 27. Jänner, möglich. Im System lasse sich auch angeben, dass man rasch bei einer Station sein kann. Was die angegebene Berufsgruppe betrifft, hofft man auf Eigenverantwortung bzw. muss im System auch bestätigen, dass die Angaben korrekt sind.