Experten sagen grüne Weihnachten voraus. Wetterdienstleister ubimet prognostiziert für das kommende vierte Adventwochenende milde Luft und zeitweise Regen.

Von Eva Hinterer. Erstellt am 17. Dezember 2018 (12:33)
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Weiße Weihnachten wird es in diesem Jahr voraussichtlich nicht geben.

Genau eine Woche vor Heiligabend präsentiert sich nahezu ganz Österreich winterlich, doch dabei wird es laut den Experten von Ubimet nicht lange bleiben: Genau zum 4. Adventswochenende kommt die Westwindzirkulation in Gang und bringt nach aktuellem Stand auch zu Weihnachten milde Luft und zeitweiligen Regen.

Einen Hoffnungsschimmer gibt es aber für den Stefanitag: Einige Wettermodelle deuten eine Rückkehr polarer Kaltluft an, Neuschnee wäre dann immerhin an der Alpennordseite möglich.

Derzeit sind die Voraussetzungen für ein weißes Weihnachtsfest so gut wie selten, immerhin liegt in weiten Teilen des Landes Schnee und Richtung Donnerstag ist im Norden und Osten auch nochmal der ein oder andere Zentimeter Neuschnee möglich.

"Markante Milderung zum Wochenende"

„Doch auf das berühmt-berüchtigte Weihnachtstauwetter ist wohl auch in diesem Jahr Verlass: Die Wettermodelle einigen sich immer mehr auf eine markante Milderung zum Wochenende hin“, sagt UBIMET-Chefmeteorologe Manfred Spatzierer. Nach aktuellem Kenntnisstand etabliert sich tiefer Luftdruck von den Britischen Inseln bis zum Baltikum, damit wird ab Freitag in mehreren Schüben mildere Luft aus Südwesten herangeführt.

Weiße Weihnachten nur im Bergland

Bereits am Wochenende steigen die Temperaturen in den Niederungen verbreitet auf deutlich positive Werte und entlang der Alpennordseite fällt immer wieder Regen, die Schneefallgrenze steigt auf 1300 bis 1500 m an.

Wolken und Regen am Heiligen Abend

Am Montag, dem Heiligen Abend, ändert sich daran voraussichtlich nicht viel. Es deuten sich viele Wolken und etwas Regen an, leicht wetterbegünstigt bleibt die Alpensüdseite. „Dazu muss man sich auf Temperaturen oberhalb des Gefrierpunkts einstellen, in einigen Regionen wie im westlichen Donauraum sind gar bis zu 10 Grad nicht ausgeschlossen“, so der Meteorologe weiter. Entsprechend diesen Aussichten dürfte letzter Schnee in den Niederungen rechtzeitig zum Heiligen Abend getaut sein, zumindest für alle Landeshauptstädte sieht es bezüglich weißer Weihnachten schlecht aus.

Schneedecke in den Bergen hält

Da die aktuelle Schneesituation in den Bergen derzeit gut ist, sollte sich die Schneedecke hier aber bis Weihnachten halten - im Westen etwa oberhalb von 1000 m, im Osten etwa oberhalb von 700 m. Darunter wird es nach derzeitigem Stand auch hier wenig winterlich bleiben.

Schneeschauer am Stefanitag möglich

Mit dem über Osteuropa abziehenden Tief deuten die Wettermodelle nachfolgend jedoch auch wieder eine Rückkehr der Kaltluft an. Nach einem noch milden Christtag sind zum Stefanitag wieder sinkende Temperaturen möglich, an der Alpennordseite und etwa im Mühl- und Waldviertel deuten sich zudem Schneeschauer an.