Schwerpunktaktion gegen Lohndumping an Grenze im Burgenland

Im Burgenland ist die Finanzpolizei am Donnerstag im Rahmen einer landesweiten Schwerpunktaktion gegen Lohn- und Sozialdumping vorgegangen.

Erstellt am 14. Oktober 2021 | 13:50
Strenge Kontrollen durch die Finanzpolizei
Foto: APA/Symbolbild

Gemeinsam mit Polizei, Wirtschaftskammer und Arbeiterkammer wurde an vier Grenzübergängen in Heiligenkreuz, Schachendorf, Nickelsdorf und Klingenbach kontrolliert. Derartige Aktionen seien nach wie vor notwendig. Durch die Coronakrise habe sich das Problem weiter verschärft, betonte Wirtschaftskammer-Präsident Peter Nemeth.

Viele burgenländische Betriebe würden über ungleiche Wettbewerbsbedingungen durch Missbrauch im grenzüberschreitenden Dienstleistungsverkehr klagen. "Hier werden Millionen an Steuergeldern am Fiskus vorbei erwirtschaftet", sagte Nemeth. In den verschiedensten Bereichen werde gepfuscht, etwa bei Elektroarbeiten, Autoreparaturen, Hausbau oder Nachhilfe. Die Coronakrise habe das beflügelt. Es werde versucht, Einkommensverluste durch zusätzlichen Pfusch zu kompensieren, so der Wirtschaftskammer-Präsident.

Bei den Schwerpunktaktionen an der Grenze gehe es vor allem um fairen Wettbewerb und "um den Schutz unseres Lohnniveaus und unserer Arbeitsplätze", betonte Arbeiterkammer-Präsident Gerhard Michalitsch. Die Finanzpolizei kontrolliert laut Leiter Wilfried Lehner jährlich rund 25.000 Unternehmer.