Flugretter trotz Corona uneingeschränkt im Einsatz. Umfassendes Sicherheitskonzept zum Schutz von Crew und Patienten entwickelt. Laut Geschäftsführer Reinhard Kraxner hat sich die ÖAMTC-Flugrettung schon vor Wochen auf eine zweite Corona-Welle vorbereitet.

Von NÖN Redaktion. Erstellt am 11. November 2020 (16:27)
Die ÖAMTC-Flugrettung ist voll einsatzfähig, auch in Zeiten von Corona.
ÖAMTC

Die Coronakrise macht deutliche Einschränkungen des Alltagslebens notwendig. "Aufbauend auf unsere Erfahrungen aus dem März, haben wir schon vor einigen Wochen damit angefangen, uns auf eine mögliche zweite Welle vorzubereiten", berichtet Reinhard Kraxner, Geschäftsführer der ÖAMTC-Flugrettung. "In ganz Österreich kann sich die Bevölkerung darauf verlassen, dass bei lebensbedrohlichen Erkrankungen und schweren Unfällen eine hochprofessionelle und erfahrene Christophorus-Crew rasch zur Stelle ist."

Kein Zutritt für externe Personen

Auf allen Stützpunkten der ÖAMTC-Flugrettung sowie des Heli Ambulance Teams (saisonale Stützpunkte) wurde wieder ein sicheres Umfeld für die Besatzungen geschaffen. Das heißt, dass externe Personen derzeit keinen Zutritt haben, um so eine Einschleppung des Virus weitgehend auszuschließen. Darüber hinaus gibt es ein umfassendes Hygienekonzept, das in den vergangenen Monaten laufend evaluiert und angepasst wurde. So wurden beispielsweise an allen Stützpunkten eigene Bereiche zur Dekontamination nach Einsätzen mit möglicherweise infizierten Patienten geschaffen. 

Antigentest vor Beginn des Dienstes

"Um im Einsatzbetrieb auf die zunehmend steigenden Infektionszahlen zu reagieren, haben wir jetzt standardisiert Antigentests vor dem Beginn einer Dienstperiode in den täglichen Dienstbetrieb integriert", stellt Kraxner die neueste Maßnahme vor. "Diese Tests bieten die Möglichkeit, mehr zu testen und somit Infektionen schneller zu erkennen. In diesem Sinne erhöhen sie die Sicherheit der Christophorus-Crews und helfen, mögliche Clusterbildungen gar nicht erst aufkommen zu lassen."

Kein Stützpunkt geschlossen

In der ersten Phase der Corona-Pandemie zwischen Mitte März und Mitte Mai flogen die Notarzthubschrauber des ÖAMTC rund 2.050 Einsätze, etwa 100 davon wurden als starke Covid-Verdachtsfälle eingestuft. "Wichtig war uns, dass wir keinen unserer Stützpunkte auch nur für eine Stunde schließen mussten", sagt Kraxner. "Denn medizinische Notfälle halten sich weder an Tageszeiten noch an Ausgangsbeschränkungen.