KRAGES kooperiert mit Burgenlands Polizei . Die KRAGES (Burgenländische Krankenanstalten Ges.m.b.H.) und das Krankenhaus der Barmherzigen Brüder Eisenstadt haben gemeinsam mit der burgenländischen Exekutive die Aktion "Gemeinsam sicher im Krankenhaus" ins Leben gerufen.

Von APA / BVZ.at. Erstellt am 21. Januar 2021 (12:44)
Markus Wagentristl

Im Zuge der am Donnerstag vorgestellten Kampagne werden Spitalsmitarbeiter durch Polizeibeamte im Umgang mit aggressiven Patienten und deren Angehörigen geschult.

Durch Stress und Unzufriedenheiten komme es gelegentlich zu körperlicher oder verbaler Gewaltausübung gegenüber Krankenhausmitarbeitern. "Bei allem Verständnis für persönliche Ausnahmesituationen und teilweise blank liegende Nerven bei Patienten oder Angehörigen müssen wir ganz klar sagen: Gewalt im Krankenhaus wird nicht toleriert - egal ob es sich um verbale oder körperliche Gewalt handelt", betonte KRAGES-Geschäftsführer Hubert Eisl.

"Persönliche Unzufriedenheiten bei einem Krankenhausaufenthalt äußern sich gelegentlich in körperlicher oder verbaler Gewaltausübung gegenüber den Krankenhausmitarbeitern. Ein respektvoller Umgang miteinander ist jedoch eine Grundhaltung, die wir von Mitarbeitern ebenso erwarten, wie von Patienten und deren Angehörigen," erklärte auch Robert Maurer, Direktor des Eisenstädter Krankenhauses.

Die Polizei will mit Fachwissen, Schulungen und Verhaltenstrainings unterstützen: "Es geht um eine Intensivierung der Bürgerbeteiligung, um die Erhöhung des subjektiven Sicherheitsgefühls und darum, Vertrauen zu schaffen", betonte Landespolizeikommandant Martin Huber.

Die breite Öffentlichkeit soll mit speziellen Plakaten auf die Kooperation zwischen Spitälern und Polizei aufmerksam gemacht. Gestaltet werden diese vom Ruster Karikaturisten und Ex-Polizisten Gerald Koller. Mit den Plakaten werde laut KRAGES klar gemacht, dass jede Art von Gewaltanwendung im Krankenhaus abgelehnt und ausnahmslos die Polizei eingeschaltet werde.