Zivilprozess Tojner gegen Land Burgenland fortgesetzt

Erstellt am 23. Februar 2022 | 11:27
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Gericht Eisenstadt Justizzentrum Eisenstadt Burgenland Prozess Urteil Symbolbild
Das Justizzentrum Eisenstadt.
Foto: Werner Müllner
Am Landesgericht Eisenstadt ist am Mittwoch der Zivilprozess zwischen Investor Michael Tojner und dem Land Burgenland weitergegangen.
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Tojner, der im Laufe des Tages selbst befragt werden soll, hatte das Land in der Causa um die Aberkennung der Gemeinnützigkeit der Wohnbaugesellschaften Pannonia, Riedenhof und Gesfö auf rund 420.000 Euro Schadenersatz geklagt. Er wirft dem Land vor, die Strafanzeige gegen ihn an Medien weitergegeben zu haben, noch bevor er selbst davon wusste.

Die Weitergabe der Sachverhaltsdarstellung an Journalisten, die damit zu Beginn mehr wussten als er selbst, habe für Tojner zu hohen Kosten und einem Imageschaden geführt, meinte Unternehmensberater Karl-Heinz Zanon, der in der Angelegenheit für Tojners Firma tätig war, vor Gericht. Er sprach von einem "PR-Hinterhalt". Das Land habe "augenscheinlich konzertiert und orchestriert Medienvertreter über ein Vorhaben vorinformiert, mit dem Ziel, die Deutungshoheit zu erlangen", sagte er. Die Gegenseite habe kaum Gelegenheit gehabt, gezielt darauf zu reagieren. "Wir arbeiten heute noch daran, den damals entstandenen Reputationsschaden zu reparieren."

Ebenfalls vor Gericht geladen war Rechtsanwalt Werner Dax, der in der Causa Pannonia, Gesfö und Riedenhof für das Land tätig ist. Er wurde aber nicht von seiner anwaltlichen Verschwiegenheit entbunden und berief sich daher auf sein Recht, die Aussage zu verweigern. Am Nachmittag steht die Befragung von Tojner selbst auf dem Programm.