Hände weg von Kindergeschirr aus Melamin und „Bambus“. 9 von 9 Produkten sind nicht empfehlenswert – bei allen hohe Schadstoffbelastungen.

Von Redaktion noen.at und Redaktion bvz.at. Erstellt am 26. Juni 2020 (09:42)
Symbolbild
APA

Farbenfrohes Geschirr aus Melamin fehlt in kaum einem Haushalt, in dem auch kleinere Kinder leben. Es gilt vielen als leicht, stabil und bruchsicher und wird in Kombination mit Bambusfaser oft als biologisch abbaubar und besonders umweltfreundlich beworben. Der Verein für Konsumenteninformation (VKI) hat nun 9 verschiedene Produkte aus Melamin- bzw. Melamin-Bambus-Mischung einem Belastungstest im Labor unterzogen und rät dringend von der Verwendung derartigen Geschirrs ab.
 
Im Test lösten sich aus allen Produkten hohe Mengen an Melamin und Formaldehyd. Dabei wurde der Grenzwert für Melamin teilweise um mehr als das 100-fache überschritten, der von Formaldehyd um mehr als das 8-fache. Melamin kann Erkrankungen im Blasen- und Nierensystem verursachen und wurde 2017 von der Internationalen Agentur für Krebsforschung (IARC) als möglicherweise krebserzeugend eingestuft. Formaldehyd gilt als krebserregend und kann Allergien auslösen. Alle getesteten Produkte wurden mit „nicht zufriedenstellend“ bewertet. Die Testergebnisse sowie die Stellungnahmen der Hersteller gibt es ab dem 25. Juni im Magazin KONSUMENT und ab sofort online auf www.konsument.at.