Suchtmittelkriminalität im Burgenland im Visier. Steigerung bei den Anzeigen sowie Sicherstellungen von verbotenen Substanzen.

Von Redaktion bvz.at. Erstellt am 21. Juli 2017 (11:38)
Symbolbild
APA (dpa/Archiv)

Aufgrund von schärferen Kontrollen kam es 2016 zu einem Anzeigen-Anstieg bei Suchtmitteln um 10 Prozent. Innenminister Wolfgang Sobotka setzt auch weiterhin auf gezielte Schwerpunktaktionen, um Drogensümpfe in Hotspots trocken zu legen – „Nulltoleranzstrategie bei Drogenkriminalität“ so seine Aussage.

Spezifisch liegt das Burgenland mit einer Sicherstellung von 440 Gramm Crystal Meth auf Platz Zwei hinter Wien – ebenso bei den Anzeigen in diesem Bereich. Diese Zahlen ergeben sich aufgrund der Einfuhr von Methamphetaminen aus der Slowakei.

Bemerkt wird, dass das Burgenland geografisch bedingt „Durchzugsgebiet“ in Richtung Wien ist. Aufgrund der intensiven Ermittlungsmaßnahmen burgenländischer Polizistinnen und Polizisten und durch die enge Kooperation mit den slowakischen Behörden können diese zahlreichen Fahndungserfolge erzielt werden.

Mit insgesamt 897 Anzeigen nach dem Suchtmittelgesetz,  113 davon wegen Verbrechenstatbeständen und 784 wegen Vergehen, ist im Burgenland eine Steigerung von 15,3 % bei Verbrechen bzw. 3,2 % bei Vergehen, gegenüber dem Jahr 2015, zu verzeichnen.

 

Der Suchtmittelbericht 2016 ist unter http://www.bmi.gv.at abrufbar.