Grüne kritisieren Bodenversiegelung im Burgenland. Die Grünen haben am Dienstag die ihrer Ansicht nach "hemmungslose" Bodenversiegelung im Burgenland kritisiert. Zukunftsthemen wie Klima- und Bodenschutz kämen hingegen zu kurz, befanden Landessprecherin Regina Petrik und LAbg. Wolfgang Spitzmüller bei einem Rückblick auf das Jahr 2017.

Von Redaktion, APA. Erstellt am 19. Dezember 2017 (13:40)
Wolfgang Millendorfer
Regina Petrik 

Oft habe es Entscheidungen gegeben, die dem Klimaschutz zuwiderliefen. Nach wie vor werde der Individualverkehr vorrangig behandelt und der öffentliche Verkehr benachteiligt. Entscheidungen zum Ausbau von Straßen wie der Schnellstraße S7 und der Südostautobahn (A3) sowie die Errichtung weiterer Einkaufs- und Fachmarktzentren würden dem Klima schaden und die Bodenversiegelung vorantreiben, so die beiden Landtagsmandatare laut Aussendung.

Anträge der Grünen - etwa zur Verstärkung des Biolandbaus und des Einsatzes regionaler Lebensmittel in Landes-Großküchen - seien abgewiesen worden, ortete Petrik eine "zahnlose rot-blaue Klimaschutzpolitik".

Als politischen Erfolg verbuchen die Grünen für sich das vom Land angestrebte Glyphosatverbot. Den ersten diesbezüglichen Antrag habe man bereits im März 2016 im Landtag eingebracht. Auch Anträge zur Schaffung eines Integrationspreises, der Verbesserung der Sicherheit für Bahnreisende und zur Umsetzung einer Fahrradstrategie seien angenommen worden.

Für die Sanierung der Bundespartei bringen Burgenlands Grüne 54.000 Euro auf, so Petrik. Weitere Mittel seien vorgesehen, um sich zusammen mit anderen Ländern an der Schaffung neuer Strukturen zu beteiligen für Dinge, die bisher über die Bundespartei gelaufen seien. "Wir müssen schauen, dass wir möglichst einsparen, wo es nur geht", meinte Petrik. Eine Option sei dabei auch, das gegenwärtige Büro in Eisenstadt aufzugeben.