Baugenossenschaften sollen 100 Mio eingelegt haben. Wohnbaugenossenschaften haben die hohen Einlagezinsen der Mattersburger Commerzialbank offenbar besonders geschätzt. Gemeinnützige Genossenschaften haben einem Bericht des "Standard" zufolge in Summe rund 100 Mio. Euro bei der vor einer Woche behördlich gesperrten burgenländischen Bank eingelegt. Das Geld werde wohl weg sein.

Von APA / BVZ.at. Erstellt am 22. Juli 2020 (11:18)
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Auch die Baugesellschaft Gesiba, die der Gemeinde Wien gehört, hat sich gestern Dienstag Abend per Aussendung als Geschädigte gemeldet. Sie hat vor kurzem erst 17,5 Mio. Euro bei der Commerzialbank veranlagt. Die Gesiba verwies in einer Aussendung auf die Verantwortung der diversen Prüfer, und man prüfe rechtliche Schritte.

Um rund 30 Millionen Euro an Einlagen geht es nach eigenen Angaben wiederum der Gemeinnützigen EGW Heimstätte aus dem Umfeld der Vienna Insurance Group (VIG) und der Sozialbau.

Auch die gemeinnützige Sozialbau-Tochter Neuland hatte nach APA-Informationen bei der Commerzbank Mattersburg Geld liegen, hier sprach man von 1,95 Mio. Euro.

Die Gemeinnützige Wohnbaugesellschaft der Stadt Linz (GWG) soll laut "Standard" (Mittwochausgabe) ebenfalls Geld bei der Regionalbank aus Mattersburg liegen haben.

Gehe man vom Faktum aus, dass bei Baufinanzierungen Eigenkapital mit einem Vielfachen an Fremdkapital "gehebelt" werde (also aus einem Euro Eigenkapital zum Beispiel in Summe acht Euro an Finanzierungsleistung werden), dürften dem Zeitungsbericht zufolge wohl hunderte Millionen an Wohnbauleistung perdu sein.