Reihe von Autoeinbrüchen mittels Störsender

Im Burgenland kommt es seit Mitte Dezember immer wieder zu Autoeinbrüchen mittels Störsender. Aktuell wurden im Nordburgenland fünf Fahrzeuge in der Nacht auf Donnerstag mithilfe eines Störsenders geöffnet und durchwühlt. Die Polizei rät nun zu erhöhter Aufmerksamkeit.

Redaktion, APA Erstellt am 23. Dezember 2016 | 09:59
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Die Polizei hat Spuren gesichert
Foto: APA (Webpic)

Die ersten Fälle ereigneten sich laut Landespolizeidirektion Burgenland Mitte Dezember im Bezirk Oberpullendorf, danach verlagerte sich das Einsatzgebiet der Täter in die Bezirke Neusiedl am See und Eisenstadt Umgebung. Mindestens 15 derartige Einbrüche habe es insgesamt gegeben. Die Polizei geht von ein bis zwei Tätergruppen aus.

Polizei rät zu "Faraday Bags"

Im aktuellen Fall drangen die Einbrecher in fünf Fahrzeuge in Trausdorf (Bezirk Eisenstadt Umgebung) ein und stahlen Parfum, Bargeld und Zigaretten. Mobiltelefone und Navigationsgeräte wurden zurückgelassen. In der Nacht zuvor waren die Diebe bei zwei Fahrzeugen in Zagersdorf (Bezirk Eisenstadt Umgebung) am Werk, allerdings fanden sich keine wertvollen Gegenstände in den Autos sodass sie unverrichteter Dinge wieder abziehen mussten.

Die Landespolizeidirektion Burgenland rät Fahrzeugbesitzern nun zu erhöhter Aufmerksamkeit. Beim Verschließen mittels Funksignal sollte nachgeprüft werden, ob der Wagen wirklich versperrt ist. Es wird geraten, keine wertvollen Gegenstände im Auto zurückzulassen. Ziel der Täter sind vor allem Bargeld, Handys und Navigationsgeräte.

Bei Fahrzeugen, die sich automatisch versperren sobald das Funksignal des Schlüssels außer Reichweite des Wagens ist, rät die Exekutive zu zusätzlichem Schutz in Form von "Faraday Bags". Ansonsten sei es nämlich möglich, das vor der Haustüre abgestellte Auto mittels Störsender zu öffnen, selbst wenn sich der zugehörige Schlüssel im Haus befinde.