Ein heißer Sommer für Pannenhilfe geht zu Ende. Der Sommer 2019 war mit mehreren Hitzewellen einer der heißesten seit Beginn der Messungen.

Von Redaktion noen.at und Redaktion bvz.at. Erstellt am 11. September 2019 (14:36)
ÖAMTC/Aloisia Gutner

Die teils extremen Temperaturen – mancherorts wurden bis zu 40 Grad erreicht – hielten die Einsatzkräfte auf Trab. So auch die ÖAMTC-Pannenhilfe, die von 1. Juni bis 31. August zu rund 183.500 Einsätzen in ganz Österreich ausrücken musste – um sechs Prozent mehr als 2018. "Im Schnitt hatten wir im Sommer über 2.000 Einsätze pro Tag", berichtet Harald Mlinarik von der ÖAMTC-Pannenhilfe. "Besonders heiß her ging es am 3. Juni 2019, als wir sogar mehr als 2.300 Einsätze zu bewältigen hatten."

Die höchsten Einsatzzahlen waren auch im Sommer 2019 wieder in Wien zu verzeichnen: Über 38.600-mal wurde Pannenhilfe geleistet, fast 14.150-mal musste der Abschleppdienst des Mobilitätsclubs ausrücken. Die österreichweiten Einsatzzahlen (1. Juni bis 31. August 2019) im Überblick:

Pannenhilfe Abschleppungen Wien 38.622 14.148 Niederösterreich 35.410 9.550 Oberösterreich 28.790 11.790 Steiermark 24.818 9.060 Tirol 17.200 8.867 Kärnten 15.289 7.141 Salzburg 11.583 5.163 Vorarlberg 5.905 3.304 Burgenland 5.921 2.111 Gesamt 183.538 71.134

Batterien im Sommer wie im Winter gefordert

Meist wurden die ÖAMTC-Pannenfahrer zu Routine-Einsätzen gerufen: Starthilfe geben, Batterien auswechseln, irrtümlich verschlossene Autos öffnen – oftmals auch um Kinder oder Tiere zu retten – falsche Tankfüllungen absaugen etc. Ungefähr jeder dritte Einsatz hatte mit Batterieproblemen zu tun. Mlinarik erklärt: "Es hält sich ja nach wie vor der Irrglaube, Batterien würden nur im Winter leiden. Dabei belasten längere Perioden mit Temperaturen über 30 Grad die Batterie ebenso stark wie große Kälte."

In der Reisezeit kommt es erfahrungsgemäß auch vermehrt zu Hilferufen auf den Transitstrecken – besonders an den Wochenenden. Auf den Autobahnen kollabierten zahlreiche Fahrzeuge im Stop-and-Go Verkehr. "Viele Menschen ließen auch im Stau die Lüftung durchgehend laufen, das Licht brennen und das Radio spielen. Für ältere Batterien ist das häufig zu viel", erklärt Mlinarik abschließend.

Ganz neu in der Servicepalette des Mobilitätsclubs ist Smart Connect: Dabei wird das Fahrzeug mit Hilfe eines Connectors mit dem ÖAMTC verbunden. Falls es im Fahrzeug eine Fehlermeldung gibt, z.B. bei Problemen mit der Batterie, wird eine Warnung direkt an die App des Mitgliedes sowie auch an den Helpdesk geschickt, wo Techniker die Analyse und erste Diagnose übernehmen.