Stundenlange Wartezeiten durch strenge Grenzkontrollen. Auch am kommenden Wochenende wird es nach Einschätzung des ÖAMTC im Reiseverkehr speziell an den Grenzübergängen im Süden wieder stundenlange Verzögerungen geben.

Von Redaktion NÖN.at. Erstellt am 30. Juli 2020 (07:54)
APA (Archiv)

Einerseits erwartet der ÖAMTC starken Verkehr Richtung Adria. Es beginnen die Ferien im deutschen Bundesland Baden-Württemberg. Aus Bayern, wo die Ferien vergangenes Wochenende begonnen haben, wird mit einer zweiten Reisewelle gerechnet. Viele Urlauber werden aber auch schon auf der Heimreise von der Adria Richtung Norden sein.

Die längsten Aufenthalte, und diesmal wohl schon in beiden Richtungen, wird es aufgrund der teils strengen Kontrollen wieder an der Haupt-Grenzübergängen zwischen Österreich und Slowenien und zwischen Slowenien und Kroatien geben, so der ÖAMTC. Bei der Rückreise der Urlauber muss aber zusätzlich am Autobahngrenzübergang Nickelsdorf von Ungarn nach Österreich und in weiterer Folge Richtung Deutschland bei Suben (A8), am Walserberg (A1) und bei Kufstein/Kiefersfelden (A12) mit Verzögerungen und Wartezeiten gerechnet werden.

Viel Verkehr und Verzögerungen sind auch innerösterreichisch etwa in Kärnten und Salzburg auf der Tauern Autobahn (A10), in Tirol auf der Fernpass-Route (B179) zwischen dem Inntal und Füssen und im Zillertal (B169) und allgemein rund um die Ausflugsgebiete zu erwarten.

Rückblick: Sieben Stunden Grenzwartezeit auf 250 Kilometer-Strecke

Am vergangenen Samstag standen Urlauber nach Angaben des ÖAMTC beispielsweise auf der nicht einmal 250 Kilometer langen Strecke von Villach über den Karawanken Tunnel (A11), Ljubljana und  Koper nach Umag in Istrien bis zu sieben Stunden im Grenzstau – vor dem Karawanken Tunnel (A11) Richtung Slowenien waren es bis zu fünf Stunden, am Grenzübergang Dragonja/Kastel von Slowenien nach Kroatien etwa zwei Stunden. Auch auf der Strecke Graz - Zagreb gab es insgesamt vier Stunden Wartezeit, und zwar bei Spielfeld (A9) und bei Gruskovje/Macelj jeweils etwa zwei Stunden.

Der ÖAMTC-Tipp

Zwischen Österreich und Slowenien können österreichische und slowenische Staatsbürger über kleinere Grenzübergänge ausweichen, alle anderen Reisenden dürfen nur die Hauptgrenzen Karawanken Tunnel (A11), Loiblpass (B91) und den Autobahnübergang Spielfeld (A9) benutzen.