Polizei setzt auf Bewusstseinsbildung. Weniger Verkehrsunfälle und Verkehrstote in der Bilanz 2018. Landespolizei setzt ihre Strategie fort und führt ab Freitag wieder verstärkte Kontrollen durch.

Von Wolfgang Millendorfer. Erstellt am 08. Februar 2019 (05:51)
Wolfgang Millendorfer
Bilanz. Landespolizeidirektor-Stellvertreter Werner Fasching, Landeshauptmannstellvertreter Hans Tschürtz, Verkehrsabteilungsleiter Andreas Stipsits (v.l.).

Die Verkehrssicherheitsbilanz 2018 brachte im Burgenland einen Rückgang von Unfällen mit Personenschaden und mit 13 Verkehrstoten die niedrigste Zahl, seit es Aufzeichnungen gibt. „Jeder Tote ist immer noch einer zuviel“, betonte Landeshauptmannstellvertreter Hans Tschürtz (FPÖ), wobei die Verkehrssicherheits-Arbeit Wirkung zeige. Das schlägt sich in den Zahlen nieder, die der stellvertretende Landespolizeikommandant Werner Fasching und der Leiter der Landesverkehrsabteilung, Andreas Stipsits, im Zuge der Bilanz präsentierten.

Landesverkehrsabteilung Burgenland

So blieben die Fälle von Alkohol am Steuer mit 907 Anzeigen in der Größenordnung der vergangenen Jahre, jedoch wurden 2018 auch mehr Tests durchgeführt. Mit Schwerpunkt-Aktionen, wie jener, die im Burgenland ab Freitag durchgeführt wird, sollen die Lenker sensibilisiert werden. „Es geht nicht um Strafen, sondern um die Bewusstseinsbildung“, sagt Werner Fasching, „es ist uns am liebsten, wir machen eine Schwerpunktkontrolle und es gibt keinen einzigen Alkohol- oder Drogenlenker.“

Prävention in allen Altersstufen

Seitens der Verkehrsabteilung betonte Andreas Stipsits zudem die Bedeutung der Präventionsarbeit: Im Burgenland ist die Polizei deshalb in allen Schulen vertreten – gezielt werden die jeweiligen Altersstufen auf die Verkehrsteilnahme vorbereitet.

Unter den Jungen finden sich in der Statistik die meisten Drogenlenker; jedoch sind 60 Prozent der Alko-Lenker bei Planquadraten älter als 40 Jahre. Bei Geschwindigkeitsübertretungen ist die Zahl der Anzeigen gestiegen, was jedoch auch auf neue Messgeräte zurückzuführen ist, die 2018 zusätzlich im Einsatz waren. Rigorose Strafen bis hin zur Kennzeichen-Abnahme gibt es für sicherheitstechnisch bedenkliche Lastkraftwagen, die statistisch gesehen am häufigsten aus den „östlichen Ausland“ kommen.

All diese Zahlen und Erkenntnisse finden auch weiterhin Eingang in die Strategie der Polizei, deren oberstes Ziel es ist, die Zahl der Verkehrsunfälle zu senken und die Verkehrssicherheit zu erhöhen.