162 Anzeigen bei Kontrollen auf A4 und B65. Bei 35 Fahrzeugen stellten die Polizisten Übertretungen fest. Bei 20 Fahrzeugen waren die Defekte an Bremsen, Reifen und Ladung so gravierend bzw. die erforderlichen Dokumente und Bewilligungen nicht vorhanden, dass die Beamten die Kennzeichen wegen Gefahr im Verzug abnehmen und die Weiterfahrt untersagen mussten.

Von Redaktion bvz.at. Erstellt am 22. November 2016 (09:59)
Landespolizeidirektion Burgenland
Geplatzte Bremsleitung am Sattelanhänger mit Kabelbinder abgeklemmt

In Zusammenarbeit mit der Landesverkehrsabteilung Burgenland und der Autobahnpolizeiinspektion Oberwart fand am 19. und 20. November 2016 eine technische Schwerpunktkontrolle auf der Ost-Autobahn (A4) und der Bundesstraße 65 (B65) im Bereich Nickelsdorf (Bezirk Neusiedl am See) und Rudersdorf (Bezirk Jennersdorf) statt.

Bei diesen Kontrollen wurden an 20 Fahrzeugen gravierende Mängel festgestellt, sodass eine Weiterfahrt behördlich untersagt und die Kennzeichen wegen Gefahr im Verzuge abgenommen werden mussten. Im Zuge dieser Schwerpunktaktion wurde ein Lenker eines österreichischen Sattelfahrzeuges einer Lenker- und Fahrzeugkontrolle unterzogen. Dabei wurde auch eine Überprüfung der Lenk- und Ruhezeiten durchgeführt.

Lkw-Lenker manipulierte Tachograf

Es stellte sich heraus, dass der digitale Tachograf im Fahrzeug in Bulgarien gegen einen Betrag von 1.500 Euro derart manipuliert worden war, dass der Lenker mittels Fernbedienung das Gerät auch dann auf „Ruhezeit“ schalten konnte, wenn das Fahrzeug fährt. Dadurch konnte er Lenk- und Ruhezeiten vortäuschen und die aufgezeichneten Daten verfälschen. Die Weiterfahrt wurde unverzüglich untersagt und der Lenker angezeigt.

Weiters wurde ein LKW mit deutscher Zulassung auf der Ost-Autobahn A4 angehalten, welcher mit 1.300 kg Gefahrgut verschiedener Einstufungen beladen war. Bei der Kontrolle des Fahrzeuges wurde festgestellt, dass die Bremsanlage an der zweiten Achse am Sattelanhänger völlig funktionslos war! Die Bremsleitung war geplatzt und vom Lenker mittels eines Kabelbinders abgeklemmt worden (siehe Foto).

Auch konnte der Fahrer die für den Transport vorgeschriebenen Begleitpapiere nicht vorweisen. Weiters entsprach auch die vorgeschriebene Feuerlöschausrüstung am und im LKW nicht den gesetzlichen Vorschriften. In diesem Falle wurde die Weiterfahrt behördlich untersagt und der LKW-Lenker bei der zuständigen Bezirksverwaltungsbehörde angezeigt.

Insgesamt wurden bei dieser zweitägigen Schwerpunktaktion 162 Anzeigen erstattet und 34 Organstrafverfügungen eingehoben.