Hunderte Kinderpornos gespeichert: bedingte Haft. Ein 57-jähriger Südburgenländer ist am Mittwoch am Landesgericht Eisenstadt zu einer bedingten Haftstrafe von sechs Monaten verurteilt worden, weil er von 2015 bis 2019 insgesamt 2.786 Bild- und 323 Videodateien mit kinderpornografischen Inhalten heruntergeladen und auf seiner externen Festplatte gespeichert haben soll.

Von APA / BVZ.at. Erstellt am 17. Februar 2021 (14:46)
Das Justizzentrum Eisenstadt.
Werner Müllner

Der Mann bekannte sich vor Gericht schuldig. Er sei durch Zufall auf die Videos gestoßen und habe "nie einem Kind was tun wollen", meinte er.

Auf die Festplatte, auf der die Dateien gefunden wurden, sei die Polizei aufmerksam geworden, weil sie ihm im Mai 2019 gestohlen und später sichergestellt wurde. "Es war nur auf dieser Festplatte etwas oben. Seitdem die weg ist, mache ich auch nichts mehr", erzählte der 57-Jährige.

Auf die Kinderpornos sei er 2015 durch Zufall im Internet gestoßen. Damals habe er sie heruntergeladen, weil es ihn interessiert habe. "Es hätte mich nicht interessieren dürfen. Ich habe ja selber zwei Kinder", sagte er.

Ein Großteil der gespeicherten Inhalte habe ihn dann auch nicht weiter interessiert und er habe sie sich nicht angeschaut. "Aber ich habe sie nicht gelöscht, das war ein Fehler", betonte der Südburgenländer. "Ich habe noch nie Kinder angegriffen, ich könnte das gar nicht."

Richterin Doris Halper-Praunias sprach den 57-Jährigen wegen des Vergehens der pornografischen Darstellung Minderjähriger schuldig. Zusätzlich zur bedingten Haft muss er eine Geldstrafe von 720 Euro zahlen, die Festplatte wird vernichtet.

Mildernd habe sie das Geständnis und den bisher ordentlichen Lebenswandel berücksichtigt, erschwerend seien aber der lange Tatzeitraum und die große Anzahl an Bildern und Videos, sagte Halper-Praunias. Das Urteil ist nicht rechtskräftig. Die Staatsanwaltschaft gab keine Erklärung ab.