Unwetter-Einsätze: Lage entspannt sich langsam

Aktualisiert am 01. Juni 2018 | 16:57
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Am Freitag zog eine Unwetterfront über das Burgenland, vor allem der Bezirk Oberwart wurde davon schwer getroffen. Mittlerweile ist die Lage aber entspannter, die Feuerwehren stehen zum Beispiel nicht mehr gezielt in Bereitschaft.
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In Pinkafeld, Riedlingsdorf und Markt Allhau mussten Keller ausgepumpt werden, bereits am Nachmittag meldete die Landessicherheitszentrale mehr als 70 Einsätze. Und diese Zahl wird noch steigen, aktuell ist noch keine Entwarnung in Sicht. In mehreren Gemeinden werden Häuser mit Sandsäcken vor dem Wasser geschützt.

Hagelunwetter in Stegersbach
Hagelunwetter in Stegersbach
Foto: zVg

Am Nachmittag waren laut Einsatzkarte der Landessicherheitszentrale Burgenland folgende Feuerwehren im Einsatz: Buchschachen, Dt. Ehrensdorf, Grafenschachen, Hackerberg, Hagensdorf, Kitzladen, Limbach, Loipersdorf, Markt Allhau, Neustift an der Lafnitz, Oberwart, Pinkafeld, Riedlingsdorf, Stinatz, Unterrabnitz, Wiesfleck und Wolfau.

Im Raum Grafenschachen und Loipersdorf standen ganze Straßenzüge und Siedlungen unter Wasser. Zahlreiche Keller sind bis zur Decke unter Wasser.

Aus dem gesamten Raum Oberwart sind Feuerwehr-Katastrophenhilfsdienste in diese Region unterwegs, um bei den Aufräumarbeiten zu helfen.

 

Anmerkung der Redaktion: Auf Bitten der Lenkerin des Skodas, dessen Fahrt bei Riedlingsdorf gefilmt und auf www.bvz.at veröffentlicht wurde, wurde das Video gelöscht.

Update 02.06., 14:40 Uhr: 

Die Lage nach dem Unwetter im Bezirk Oberwart am Freitag hat sich am frühen Samstagnachmittag entspannt. Auch in der Gemeinde Wolfau, wo ein Großteil der Ortschaft in der Früh noch überflutet war, ist der Pegelstand nun zurückgegangen. "Die Keller wurden ausgepumpt, Straßen werden aktuell gereinigt, teilte Einsatzleiter Martin Ulreich der APA mit.

"Momenten schaut es ganz gut aus. Aber wir beobachten mit Argwohn das Wetter", schilderte er. "Derzeit gibt es einige Gewitterzellen im Bezirk sowie in der benachbarten Steiermark. Um die Mittagszeit hat Starkregen für eine überflutete Straße in Pinkafeld gesorgt. Derzeit ist sehr viel Gewitterpotenzial in der Luft, die Rückhaltebecken sind überall voll. Das könnte schnell gehen, wenn auch nur wenig Niederschlag kommt", berichtete der Zuständige für die Einsatzleitung im Bezirksführungsstab Oberwart.

Die Feuerwehren seien über die aktuelle Wetterlage informiert worden, eine gezielte Bereitschaft bestehe nicht mehr, hieß es. "Die Lage ist momentan nicht dramatisch. Die Feuerwehrleute sind alle ausgelaugt und müde. Alles ist nass und muss gereinigt werden", sagte Ulreich. Im Bezirk hoffe man nun, dass kein Regen mehr kommt. "Dann sind wir bald fertig", meinte der Einsatzleiter mit Blick auf die kräftezehrenden Einsätze bzw. Aufräumarbeiten.