Burgenlands Feuerwehr bekommt Landesfeuerwehrdirektor. Um behördliche Aufgaben vom Bereich der Selbstverwaltung zu trennen, schreibt das neue burgenländische Feuerwehrgesetz die Bestellung eines Landesfeuerwehrdirektors vor.

Von APA / BVZ.at. Erstellt am 23. Dezember 2019 (13:38)
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Unter sieben Bewerbern hat sich im Objektivierungsverfahren der Südburgenländer Sven Karner (39) durchgesetzt, berichtete Landeshauptmannstellvertreter Johann Tschürtz (FPÖ) am Montag bei der Präsentation in Eisenstadt.

Karner tritt seinen Dienst zu Jahresbeginn für fünf Jahre an, eine Wiederbestellung ist möglich. Zu seinen Aufgaben gehören beispielsweise die Erlassung von Richtlinien zur Erstellung von Alarm- und Einsatzplänen sowie für die Ermittlung des Löschmittelbedarfs, erläuterte Tschürtz. Der Landesfeuerwehrdirektor hat ein Anhörungsrecht bei der Errichtung und Auflösung einer Feuerwehr und bei der Erlassung der Dienstordnung für den Landesverband sowie für alle Feuerwehren. Der Landesfeuerwehrverband bleibe ein Selbstverwaltungskörper. An der Spitze steht weiterhin der Landesfeuerwehrkommandant.

Der Südburgenländer Karner hat ein Diplomstudiengang in Gebäudetechnik und einen Masterstudiengang in Fire Safety Management absolviert. Er war zuletzt Bezirksreferent für Schadstoffwesen und Bezirksfeuerwehrkommandant-Stellvertreter im Bezirk Jennersdorf. Karner ist außerdem seit 25 Jahren in der Feuerwehr Rudersdorf-Ort aktiv. Seit 2009 ist er Feldingenieur für Haustechnik und Brandschutz und technischer Trainer bei der Hilti Austria.