Diagnose "Rausch" kann ins Geld gehen. Die Diagnose "Rausch" - etwa nach zu viel Punsch oder Glühwein am Weihnachtsmarkt - kann teuer werden.

Von Redaktion, APA. Erstellt am 24. November 2016 (10:00)
Symbolbild

Ist eine Ausnüchterung im Spital nötig, müssen die Betroffenen selbst zahlen, informierte die Arbeiterkammer Niederösterreich (AKNÖ) am Donnerstag. Niederösterreichische Krankenhäuser verlangen laut Aussendung durchschnittlich zwischen 600 und 900 Euro für einen Kalendertag Aufenthalt.

"Nur wenn eine Behandlung notwendig und unaufschiebbar ist, werden die Kosten von der Krankenkasse übernommen", teilte die AKNÖ mit. Die angegebenen Beträge müssten Personen zahlen, die nur zur Ausnüchterung ins Spital gebracht werden und keine weitere Behandlung brauchen. Werde man um 23.00 Uhr eingeliefert und bleibe bis zum nächsten Morgen, "kommt man auf zwei Kalendertage. Das kostet mindestens 1.200 Euro", so AKNÖ-Sozialrechtsexperte Josef Fraunbaum.

Die Krankenkasse muss laut einer Entscheidung des Obersten Gerichtshofes erst ab dem Zeitpunkt zahlen, ab dem eine schwer alkoholisierte Person einer fortgesetzten Beobachtung bedarf.