Teilweise noch planbare, nicht akute OPs im Burgenland. Im Burgenland werden trotz Coronakrise teilweise noch planbare, nicht akute Operationen durchgeführt.

Von APA / BVZ.at. Erstellt am 13. November 2020 (12:30)
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Insbesondere Tumor-Operationen würden gemacht, auch wenn diese nicht akut seien, betonte ein Sprecher der KRAGES (Burgenländische Krankenanstalten Ges.m.b.H.) am Freitag auf APA-Anfrage. Die Entscheidung würden letztlich die Ärzte treffen, auch die Intensivkapazitäten würden berücksichtigt. Die derzeitige Belastung für das Personal sei groß.

Konkret gehe es bei der Entscheidung über die Durchführung von Operationen darum, "muss sie jetzt gemacht werden, kann man warten und wie lange?", sagte der KRAGES-Sprecher. Außerdem werde berücksichtigt, ob es erwartbar sei, dass der Patient danach eine intensivmedizinische Behandlung benötige. Im Krankenhaus der Barmherzigen Brüder in Eisenstadt werden geplante, nicht dringliche Operationen derzeit abgesagt oder verschoben. Das betreffe vor allem Chirurgie sowie Orthopädie und Traumatologie, hieß es vonseiten des Spitals.

Mit Blick auf die Kapazitäten betonte der KRAGES-Sprecher: "Es sind nicht die Betten oder Maschinen, es geht um das Personal." Dieses sei derzeit einer hohen physischen und psychischen Belastung ausgesetzt. Die Unsicherheit, wie viele Patienten kommen werden und ob es sich ausgehe oder nicht, mache etwas mit den Ärzten und Pflegekräften. Letztlich gehe es darum: "Wie belastbar sind wie viele Menschen, damit sie uns durch die Krise durchbringen."