Mehr Alkohol-Unfälle im Sommer. Sommermonate: Knapp 1.000 Alkoholunfälle im Straßenverkehr

Erstellt am 01. August 2018 (18:06)
KFV

Im Sommer heißt es österreichweit besonders oft: Prost! In dieser Jahreszeit ereignen sich besonders viele Verkehrsunfälle unter Alkoholeinfluss.

Grillfeste, Sommerpartys, Schanigärten – der Sommer ist in Österreich ein besonders beliebter Zeitpunkt für Partys und gesellige Abende.

Die Statistik zeigt aber leider auch. dass sich in der heißen Jahreszeit besonders viele Verkehrsunfälle unter Alkoholeinfluss ereignen.

„Wir beobachten seit Jahren, dass in den Monaten Juni bis September nicht nur die Temperaturanzeige, sondern auch die Anzahl der Alkoholunfälle im Straßenverkehr ansteigt“Klaus Robatsch, Leiter des Bereiches Verkehrssicherheit im KFV

Im Sommer des Vorjahres kam es österreichweit zu 955 Alkoholunfällen mit Personenschaden. „Wir beobachten seit Jahren, dass in den Monaten Juni bis September nicht nur die Temperaturanzeige, sondern auch die Anzahl der Alkoholunfälle im Straßenverkehr ansteigt“, erläutert Klaus Robatsch, Leiter des Bereiches Verkehrssicherheit im KFV (Kuratorium für Verkehrssicherheit).

Insgesamt sind im Zeitraum 2015 bis 2017 83 Personen bei Alkoholunfällen im österreichischen Straßenverkehr tödlich verunglückt, davon war etwa ein Drittel selbst alkoholisiert.

Fahrgemeinschaften und Taxis beliebte Optionen

Gerade in ländlichen Gebieten ist die Heimfahrt nach dem Konsum alkoholischer Getränke eine Herausforderung. Das KFV hat deshalb im Rahmen einer Befragung erhoben, wie Jugendliche in ländlichen Gebieten den Heimweg meistern. Die Bildung von Fahrgemeinschaften, bei denen der Lenker eben keinen Alkohol trinkt, ist dabei die beliebteste Option. Aber auch Taxis, zu Fuß gehen und die Abholung durch Eltern, Geschwister oder Freunde werden häufig als Möglichkeit herangezogen.

Auch die Option, bei jemandem zu übernachten, wurde immer wieder genannt. Zugleich gaben aber auch 12 Prozent der Befragten zu, selbst mit dem Auto nach Hause zu fahren, wenn die Alkoholisierung subjektiv nicht zu hoch ist bzw. keine andere Möglichkeit zur Absolvierung des Heimwegs besteht. „Dass viele Personen trotz Alkoholisierung immer wieder aktiv am Straßenverkehr teilnehmen, liegt nicht zuletzt an der eigenen Selbstüberschätzung, die durch Alkoholkonsum entsteht“, erläutert Robatsch.

„Wer trotzdem nicht auf Caipirinha, Spritzwein und Co verzichten will, sollte sich daher bereits im Vorfeld Gedanken über den sicheren Heimweg machen und sich gegebenenfalls eine Mitfahrgelegenheit bzw. ein Taxi organisieren oder öffentliche Verkehrsmittel nutzen.“ Gerade bei Festen gibt es oftmals Shuttledienste, die eine attraktive Transportmöglichkeit darstellen.