Unfallgefahr im herbstlichen Nebel besonders hoch

Sichtbehinderungen durch plötzlich auftauchende Nebelfelder führen vor allem im Herbst immer wieder zu schweren Verkehrsunfällen.

Erstellt am 13. Oktober 2021 | 10:26
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Foto: ÖAMTC

Insbesondere am Morgen und am Abend muss mit Nebel gerechnet werden, das spiegelt sich auch bei den Unfallzahlen wider. Im Vorjahr passierten bei Nebel insgesamt 458 Unfälle mit Personenschaden, berichtete der ÖAMTC am Mittwoch. Sechs Personen verunglückten tödlich.

Mehr als zwei Drittel der Nebelunfälle (308) passierten dabei von Anfang Oktober bis Ende Dezember 2020. Die meisten Unfälle im Vorjahr ereigneten sich in Niederösterreich (122), gefolgt von Oberösterreich (118), der Steiermark (83), Kärnten (46), Salzburg (25), Tirol (19), Vorarlberg (18), dem Burgenland (15) und Wien (zwölf). Im direkten Vergleich zum Jahr 2019 sind die Unfälle - trotz Pandemie - in allen Bundesländern, ausgenommen Oberösterreich, gestiegen.

Nicht angepasste Geschwindigkeit in Verbindung mit zu geringem Abstand zum vorausfahrenden Fahrzeug ist dabei die Unfallursache Nummer eins. "Sich instinktiv an das Licht des vorderen Autos 'anzuhängen' ist besonders gefährlich. Der Abstand zum vorausfahrenden Fahrzeug kann in der Realität viel geringer sein und die Sichtweise entspricht nicht mehr der Fahrgeschwindigkeit, was zu Auffahrunfällen führen kann", warnte Roland Frisch, Pkw-Chefinstruktor der ÖAMTC Fahrtechnik. "Bei sehr schlechter Sicht werden Nebelwarnungen auch im Radio durchgegeben. Die Hinweise sollten unbedingt ernst genommen und das Fahrverhalten der Situation sofort angepasst werden."