Am Wochenende im Norden und Osten heftige Gewitter. In der neuen Woche wird es dann unbeständig und schwül.

Von Redaktion bvz.at und Redaktion noen.at. Erstellt am 06. Juni 2020 (12:39)
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Die Kaltfront von Skandinavientief LINDA überquert am Wochenende langsam Österreich und sorgt für turbulentes Wetter. Nach Angaben der Experten der Österreichischen Unwetterzentrale (www.uwz.at) sind am Samstagabend sowie generell am Sonntag vor allem an der Alpennordseite sowie im Osten teils starke Gewitter mit Starkregen und Hagel einzuplanen. Nach Durchzug der Front bleibt es auch in der neuen Woche im Einflussbereich eines Höhentiefs über Norditalien unbeständig und nass. Dabei wird es langsam wärmer, aber auch schwüler.

Gewitterträchtiges Wochenende

Bereits am heutigen Samstag bilden sich im Vorfeld der Kaltfront zunächst im Westen einige Schauer und Gewitter. Bis zum Abend erreichen die Gewitter auch Ober- und Niederösterreich und fallen gerade hier örtlich mit Hagel und Sturmböen auch heftig aus. In der Nacht auf Sonntag können die Gewitter in abgeschwächter Form auch noch Wien erreichen.

Der Sonntag verläuft dann zweigeteilt: Während die Kaltfront in Vorarlberg und Tirol bald für zunehmend starken, teils gewittrigen Regen sorgt, wird es in der Osthälfte nochmals sommerlich warm. Somit stellen sich große Temperaturgegensätze ein, in Vorarlberg werden kaum mehr als 12 Grad erreicht, im Südosten hingegen steigen die Temperaturen bis auf sommerliche 28 Grad.

„In der aufgeheizten Luft entstehen allerdings am Nachmittag zahlreiche Gewitter“, prognostiziert Manfred Spatzierer, Chefmeteorologe der Unwetterzentrale. „Vor allem in Ober- und Niederösterreich, in der Obersteiermark und zum Abend hin auch in Wien und dem Nordburgenland sind heftige Gewitter mit Starkregen und Hagel zu erwarten.“ Trocken und freundlich geht der Tag nur im äußersten Südosten zu Ende.

Am Montag vor allem im Süden nass

Zu Wochenbeginn gehen die meisten Schauer und Gewitter in der Früh zu Ende, nur im Süden geht es unbeständig weiter. Hier muss man bis in den Nachmittag hinein mit streckenweise gewittrig verstärktem Regen rechnen, sodass gebietsweise noch größere Regenmengen zusammenkommen. In den übrigen Landesteilen bleibt es meist trocken, allerdings zeigt sich die Sonne nur ab und zu. „Nach Durchzug der Kaltfront hat es auch im Osten etwas abgekühlt, die Temperaturen kommen nicht mehr über 13 bis 23 Grad hinaus“, sagt der Meteorologe.

Zahlreiche Schauer und Gewitter, zunehmend schwül

In den Folgetagen sorgt ein Höhentief über Oberitalien für unbeständiges Sommerwetter. Mit einer südlichen bis südöstlichen Strömung wird feuchte und schaueranfällige Luft in den Alpenraum geführt. Während sich am Dienstag die Schaueraktivität auf das Bergland und den Süden begrenzt, sind zur Wochenmitte überall kräftige Regenschauer und Gewitter zu erwarten. Dabei sind lokal auch größere Regenmengen möglich.

“Die Temperaturen liegen dabei zwischen 15 und 24 Grad und mit vermehrter Feuchte fühlt sich die Luft zunehmend schwül an“, so der Experte. Auch in der zweiten Wochenhälfte setzt sich wohl das wechselhafte Sommerwetter fort, allerdings deuten die Modelle darauf hin, dass die Temperaturen am verlängerten Wochenende langsam ansteigen.