Rauchen und Schnaps unter 18 werden verboten. Niederösterreich, das Burgenland und alle sieben anderen Bundesländer sind nach 35 Jahren über einheitliche Regeln beim Jugendschutz ab 2019 einig. Oberösterreich scherte nur bei den Ausgehzeiten für Jugendliche aus.

Erstellt am 20. April 2018 (14:35)
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Es ist eine historische Einigung. Nach 35 Jahren wird es ab Jänner 2019 einheitliche Jugendschutzbestimmungen geben. Nur bei den Ausgehzeiten hält Oberösterreich an einer eigenen Regelung fest.

Jugendministerin Bogner-Strauß ist glücklich

Der Verhandlungsdurchbruch wurde am Freitag bei einem Treffen der Jugendlandesräte aller Bundesländer unter Tiroler Vorsitz mit Familien- und Jugendministerin Juliane Bogner-Strauß (ÖVP) in Hall bei Innsbruck erzielt. "Ich freue mich mit unseren Jugendlichen", sagte die Ressortchefin nach der Tagung.

Das Rauchen wird damit österreichweit ab kommendem Jahr für Jugendliche unter 18 Jahren verboten. Mittels Bundesgesetz ist erst vor kurzem der Verkauf von Zigaretten an Mädchen und Burschen unter 18 Jahren verboten worden.

Ebenfalls verboten wird nach der Länder-Einigung hochprozentiger Alkohol für Junge unter 18. Das gilt beispielsweise für Schnaps und andere Spirituosen.

Bei den Ausgehzeiten wird es für Jugendliche, die in der Nacht über Bundesländergrenzen hinaus etwa in der Disco unterwegs sind, einfacher den Überblick über die gesetzlichen Bestimmungen des Jugendschutzes zu behalten. Bisher war das von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich.

Unbegrenzte Ausgehzeit für Junge, die älter als 16 sind

Künftig werden in acht Bundesländer - ausgenommen Oberösterreich, das laut Aussagen in Tirol noch beraten will, einheitliche Ausgehzeiten je nach Alter gelten. Mädchen und Burschen bis zum Alter von 14 Jahren dürfen bis 23 Uhr ausgehen. Zwischen 14 und 16 Jahren ist bis 1 Uhr Nacht maximal Ausgehzeit. Wer älter als 16 ist, für den gibt es keine Begrenzung mehr.

Aufatmen gab es vor allem auch bei Jugendvertretern. Die Bundesjugendvertretung, in der rund 59 Organisationen vereint sind, begrüßte die Einigung hocherfreut.