"Behindertensport bewegt!" soll zu Bewegung motivieren. Der Österreichische Behindertensportverband (ÖBSV) und der Hauptverband der österreichischen Sozialversicherungsträger wollen mehr Österreicher mit ausgewiesenen Behinderungen zum Sport bringen.

Von Redaktion, APA. Erstellt am 15. März 2018 (13:12)
Alexander Biach
APA (WIRTSCHAFTSBUND WIEN)

Am nächsten Donnerstag (22.3.) startet daher die gemeinsam betriebene Initiative "Behindertensport bewegt!", mit der Betroffene und deren Umfeld angesprochen und zu aktivem Sport motiviert werden sollen.

Rund 20 Prozent aller Österreicher haben eine ausgewiesene Behinderung, das sind etwa 1,7 Mio. Menschen. Viele mit kleinen Beeinträchtigungen betreiben Sport "regulär", andere in Behindertensportvereinen, die Masse wurde aber noch nicht erreicht. Schon die Gewinnung von 300 Personen zu regelmäßiger Sportausübung wäre ein Erfolg, sagte ÖBSV-Generalsekretär Matthias Bogner am Donnerstag bei einem Hintergrundgespräch in Wien.

Bei "Behindertensport bewegt" wird ein spezielles Bewegungs- und Informationsprogramm angeboten, zu Beginn mit Informationsterminen in allen neun Bundesländern. Aufgegliedert werden die Angebote in einer dualen Ausrichtung. In Theorie-Einheiten werden von u.a. Physiotherapeuten, Ärzten, Trainern und Sportlern die Wichtigkeit von Bewegung und Sport vermittelt, zudem gibt es praxisorientierte Mitmachstationen

"Gemeinsam bewegen ist ganz wesentlich. Da kommt auch die soziale Perspektive dazu", sagte Alexander Biach, Vorsitzender des Verbandsvorstandes im Hauptverband. Das Gesamtbudget von 70.000 Euro werde zum großen Teil vom Hauptverband getragen. Die Initiative lehne sich an das seit zwei Jahren bestehende Angebot "Bewegt im Park" an. Hier wird im Sommer in Parkanlagen zu sportlicher Betätigung eingeladen.

ÖBSV-Präsidentin Brigitte Jank sieht die Kooperation mit dem Hauptverband als wesentlich an. "Das ist ein Meilenstein für die weitere Entwicklung, für den ÖBSV sowie die Sportlerinnen und Sportler." Es gehe um die gesellschaftliche Aufgabe, Behinderungen zur Selbstverständlichkeit werden zu lassen. Jank: "Es darf keinen Unterschied mehr geben zwischen Behinderten und Nicht-Behinderten."

Zweiter Schwerpunkt sei, die vielen Möglichkeiten für behinderte Menschen zur sportlichen Betätigung zu zeigen. "Wir wollen durch praktische Beispiele zeigen, wie wertvoll und vielfältig das Sportangebot für Menschen mit Behinderung ist", meinte die 66-Jährige. Zudem will sich der ÖBSV bei Politik, Stakeholdern und sonstigen wichtigen Einrichtungen als kompetent und professionell agierender Gesundheitsdienstleister etablieren."

Info-Termine "Behindertensport bewegt": Wien - 22. März: Sporthalle Brigittenau/Hopsagasse; Kärnten - 14. April: Sportpark Klagenfurt - Wörthersee Stadion; Oberösterreich - 25.-27. April: Wels, Messezentrum; Steiermark - 5. Mai: Rehazentrum Judendorf-Straßengel; Burgenland - 30. Mai: VIVA Steinbrunn; Vorarlberg - 5. Juli: Bregenz - Sacre Coeur Riedenburg. Termine in Tirol, Salzburg und Niederösterreich sind noch nicht fix angesetzt.