Michael Ritter sieht die Welt von oben. Burgenlands Sehenswürdigkeiten, Wiener Sängerknaben oder Tanzeinlagen für das Neujahrskonzert - Michael Ritter fängt mit der Drohne die etwas anderen Bilder ein.

Von BVZ Redaktion. Erstellt am 13. Dezember 2018 (04:06)
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Drohnenpilot. Michael Ritter ist mit seiner „fliegenden Kamera“ vielseitig einsatzbereit: „Die Einsatzmöglichkeiten sind fast grenzenlos - in der Landwirtschaft, Windenergie, Werbung bis hin zum Feuerwehr- oder Rettungsdienst, etwa bei der Ortung verunglückter Personen“. Infos unter drone-service.at
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Es gehört zu den täglichen Herausforderungen eines Kameramannes, den etwas anderen Blickwinkel zu finden. Der Donnerskirchener Filmschaffende Michael Ritter hat sich in den vergangenen Jahren unter anderem immer wieder auf die Vogelperspektive konzentriert. Was vor Jahren mit der Anschaffung eines Filmkrans begann, perfektioniert er mittlerweile in Aufnahmen mit Drohnen. Die Möglichkeiten haben sich durch die „Unbemannten Luftfahrzeuge“, wie die Drohnen unter Experten genannt werden, vervielfacht.

„Es sind unglaubliche Aufnahmen, die mittels Drohnen entstehen können. Vorausgesetzt man hat das Gerät im Griff“, schmunzelt Ritter. Der Donnerskirchener hat sich eine Drohne für seine speziellen Zwecke eigens bauen lassen. Samt Kamera wiegt das Gerät maximal 16 Kilogramm, es hat einen Durchmesser von etwa 170 Zentimetern, besitzt sechs Propellerpaare und die Systeme sind redundant gebaut. „Das heißt, fällt ein System aus, springt ein weiteres ein. Somit kann die Drohne eigentlich nicht runterfallen. Das ist extrem wichtig, weil ich auch Aufnahmen über besiedelte Gebiete mache.“

Prüfungen bei Austro Control abgelegt

Das erlaubt ihm eine spezielle Zertifizierung. Der Filmunternehmer hat einen dementsprechenden Flugschein gemacht, dazu die Nachtflugprüfung. Die Prüfungen hat er bei der Austro Control abgelegt, mit der er auch weiterhin einen engen Kontakt pflegt, denn: „Die Regeln im Luftraum sind kompliziert und an diese muss sich auch ein Drohnenpilot halten. Vor jeden Flug muss ich abklären, was erlaubt ist. Es gibt viele Gebiete, über die man nicht ohne Weiteres fliegen darf. Für jemanden, der sich nicht an die Regeln hält oder ohne entsprechenden Flugschein mit einer Drohne fliegt, kann es teuer werden. „Bis zu 20.000 Euro kann das kosten“, betont Ritter.

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Ritter der Lüfte. Auf der Donau entstanden mit der Drohne Aufnahmen mit den Wiener Sängerknaben für einen chinesischen Fernsehsender.
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Sein ausgeklügeltes Drohnen-System und seine Flugausbildung eröffneten dem Burgenländer jedenfalls einige neue Möglichkeiten. In der Filmszene hat er sich bereits einen Namen gemacht. Im September war er mit seiner Drohne bei den Dreharbeiten für das Neujahrskonzert der Wiener Philharmoniker im Einsatz. Einige der Ballettszenen setzte er von oben ins Bild. Darüber hinaus arbeitete er für einen chinesischen Fernsehsender bei einer Dokumentation über die Wiener Sängerknaben mit und begleitete für den ZDF eine Donau-Kreuzschifffahrt bis nach Rumänien. Das Burgenland filmte er für eine ORF Produktion „von Kittsee bis Kalch“ aus der Vogelperspektive.

Infos unter drone-service.at