Barracuda-Deal beschäftigt die Szene. Das deutsche Großunternehmen Eventim will 71 Prozent von Ewald Tatars Barracuda Music übernehmen. Die Kartellbehörde prüft den Deal. Bei Festivals wie Nova Rock und Frequency soll alles beim Alten bleiben.

Von Wolfgang Millendorfer. Update am 22. November 2019 (14:04)
Festival-Spektakel. Während die Verhandlungen laufen, rüsten sich die Fans für das Nova Rock 2020.
Martin Reiter

Künstlerisch sorgt das Nova Rock 2020 mit den Foo Fighters als neuem Top-Headliner für Schlagzeilen, zugleich ist aber auch im Hintergrund so einiges los. Dieser Tage soll der Verkauf von 71 Prozent des Veranstalters Barracuda Music an das deutsche Unternehmen CTS Eventim über die Bühne gehen. Der Zusammenschluss bewegt den heiß umkämpften heimischen Konzertmarkt dermaßen, dass er nun von der Bundeswettbewerbs-Behörde geprüft wird.

Unter der Leitung des Burgenländers Ewald Tatar gilt Barracuda als größter Veranstalter Österreichs: Neben Mega-Events wie dem Nickelsdorfer Nova Rock und dem Frequency in St. Pölten, den Festivals im Eisenstädter Schlosspark oder auf Burg Clam werden jährlich unzählige Konzerte veranstaltet. CTS Eventim wiederum ist mit nahezu europaweitem Kartenverkauf und einem Umsatz von 1,2 Milliarden Euro ein Top-Player auf dem internationalen Markt.

Im Zuge der Prüfung durch die Bundeswettbewerbs-Behörde sollen nun Österreichs Veranstalter Stellungnahmen zum geplanten Deal abgeben, um die Konkurrenz-Situation zu klären. Das könnte die Verhandlungen auch noch verzögern.

Auf BVZ-Anfrage betont Ewald Tatar: „Ich möchte einer BWB-Entscheidung nicht vorgreifen, aber sollte der Anteilskauf durch CTS passieren, wird sich weder bei den Festivals, den Konzerten, der Personalsituation noch an den Verantwortlichkeiten etwas ändern. Es bleibt alles so wie es war und ist.“

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